Laptops unerwünscht USA verbieten elektronische Geräte auf bestimmten Flügen

Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Behörden haben das Mitführen von Laptops und anderen grossen elektronischen Geräten im Handgepäck auf verschiedenen Direktflügen in die USA verboten.
  • Das Verbot gilt für Reisen ab den Flughäfen von Amman, Kairo, Kuwait-Stadt, Doha, Dubai, Istanbul, Abu Dhabi, Casablanca, Riad und Dschidda.
  • Handys dürfen weiterhin im Handgepäck mitgeführt werden. Auch medizinische Geräte seien von der Regel ausgenommen. Alle anderen Geräte müssen eingecheckt werden.
  • Das US-Ministerium für Innere Sicherheit begründet das Verbot mit einer Terrordrohung.

Sämtliche elektronischen Geräte, die grösser als ein Handy sind, müssen gemäss US-Behörden mit dem Gepäck aufgegeben werden. Das Verbot gilt auch für US-Bürger, die von den betroffenen Flughäfen aus in ihr Heimatland zurückreisen. Die Regelung muss bis spätestens Freitag umgesetzt werden.

Einen Zusammenhang mit dem Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Personen aus mehreren muslimischen Staaten hat das Ministerium für Innere Sicherheit zurückgewiesen. Es sei nach Flughäfen und nicht nach Ländern vorgegangen worden, so eine Sprecherin.

US-Gesellschaften nicht betroffen

Die Behörde teilte weiter mit, dass unter anderem Flüge von Gesellschaften wie Egypt Air, Saudi Arabian Airlines, Kuwait Airways, Emirates oder Ethiad Airways vom Verbot betroffen sind. Da keine US-Fluggesellschaft von den genannten Flughäfen aus in die USA fliegt, sind amerikanische Unternehmen nicht vom Verbot betroffen.

Dem zuständigen Ministerium zufolge könnte das Verbot auf andere Flughäfen ausgedehnt werden, sollte die Situation dies erfordern. Die Massnahme gelte auf unbestimmte Zeit.

Anschlagspläne von Extremisten

Insidern zufolge wurden die USA vor Wochen auf Pläne von Extremisten aufmerksam, Sprengsätze in elektronische Geräte zu verstecken, um damit Anschläge zu verüben. Die US-Regierung wollte keine näheren Angaben zur Art der Anschlagsgefahr machen.

Die Geheimdiensterkenntnisse seien gründlich geprüft worden, und das Verbot sei nötig, «um die Sicherheit der reisenden Öffentlichkeit zu gewährleisten», sagte ein Regierungsvertreter.