Zum Inhalt springen
Inhalt

Laptops unerwünscht USA verbieten elektronische Geräte auf bestimmten Flügen

Legende: Audio Sicherheit: Keine Laptops und Kameras in der Flugkabine abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
00:59 min, aus Heute um Vier vom 20.03.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Behörden haben das Mitführen von Laptops und anderen grossen elektronischen Geräten im Handgepäck auf verschiedenen Direktflügen in die USA verboten.
  • Das Verbot gilt für Reisen ab den Flughäfen von Amman, Kairo, Kuwait-Stadt, Doha, Dubai, Istanbul, Abu Dhabi, Casablanca, Riad und Dschidda.
  • Handys dürfen weiterhin im Handgepäck mitgeführt werden. Auch medizinische Geräte seien von der Regel ausgenommen. Alle anderen Geräte müssen eingecheckt werden.
  • Das US-Ministerium für Innere Sicherheit begründet das Verbot mit einer Terrordrohung.

Sämtliche elektronischen Geräte, die grösser als ein Handy sind, müssen gemäss US-Behörden mit dem Gepäck aufgegeben werden. Das Verbot gilt auch für US-Bürger, die von den betroffenen Flughäfen aus in ihr Heimatland zurückreisen. Die Regelung muss bis spätestens Freitag umgesetzt werden.

Einen Zusammenhang mit dem Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Personen aus mehreren muslimischen Staaten hat das Ministerium für Innere Sicherheit zurückgewiesen. Es sei nach Flughäfen und nicht nach Ländern vorgegangen worden, so eine Sprecherin.

US-Gesellschaften nicht betroffen

Die Behörde teilte weiter mit, dass unter anderem Flüge von Gesellschaften wie Egypt Air, Saudi Arabian Airlines, Kuwait Airways, Emirates oder Ethiad Airways vom Verbot betroffen sind. Da keine US-Fluggesellschaft von den genannten Flughäfen aus in die USA fliegt, sind amerikanische Unternehmen nicht vom Verbot betroffen.

Dem zuständigen Ministerium zufolge könnte das Verbot auf andere Flughäfen ausgedehnt werden, sollte die Situation dies erfordern. Die Massnahme gelte auf unbestimmte Zeit.

Anschlagspläne von Extremisten

Insidern zufolge wurden die USA vor Wochen auf Pläne von Extremisten aufmerksam, Sprengsätze in elektronische Geräte zu verstecken, um damit Anschläge zu verüben. Die US-Regierung wollte keine näheren Angaben zur Art der Anschlagsgefahr machen.

Die Geheimdiensterkenntnisse seien gründlich geprüft worden, und das Verbot sei nötig, «um die Sicherheit der reisenden Öffentlichkeit zu gewährleisten», sagte ein Regierungsvertreter.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Trump verschafft so den US-Fluglinien Vorteile. Das ist keine Absicherung vor Terror, sondern das sind handfeste Wettbewerbsnachteile. Schliesslich könnte eine Bombe ebenso wie mit einem Laptop auch mit einem Handy gezündet werden - wie es ja auch schon vorgekommen ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von K. Räschter (K. Räschter)
    Elektronik-Geräte im Koffer verstaut sind doch noch schwerer zu kontrollieren. Diese Paranoia der USA geht langsam aber sicher viel zu weit. Wahrscheinlich darf man in Zukunft nur noch nach erledigter Toilette (mit entleertem Darm und Blase) ein Flugzeug in die USA besteigen, damit man evtl. Sprengstoff dort mitnehmen könnte. Mit dem Ganz-Screening könnte man dies kontrollieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Ist es wirklich so schwierig, ohne Handy und/oder Laptop einen Flug anzutreten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      Wertgegenstände, Fotoapparat und Computer musste man bisher aus versicherungstechnischen Gründen mit ins Handgepäck nehmen ... Leider werden auch auf Flughäfen, wo man sich so etwas nicht vorstellen kann, immer wieder aufgegebene Gepäckstücke ihrer Wertgegenstände beraubt. Gerade Laptops sind da von den Langfingern begehrt ...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Ja Herr Ineichen das ist sogar sehr schwer für Geschäftsreisende. Die haben ihre ganzen Unterlagen auf dem Laptop. Heute reist man zu Verhandlungen nicht mehr mit dem Aktenkoffer.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Business- und First-Class Reisende sind oft vielfliegende Geschäftsleute oder Journalisten, welche die oft langen Flüge zum Arbeiten nutzen. Hier geht es klar darum, Airlines wie Emirates, Etihad oder Turkish zu benachteiligen. Denn eine Bombe ist im Gepäckraum nicht weniger gefährlich als im Handgepäck, aber schwieriger zu finden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen