USA verschärfen Bestimmungen für Reisende aus Ebola-Ländern

Wer aus einem der drei am stärksten von Ebola betroffenen Ländern Westafrikas in die USA einreisen will, kann ab ab sofort nur noch fünf US-Flughäfen benutzen. Die Reisenden müssen sich untersuchen lassen und den Behörden Red und Antwort stehen.

Warteschlange vor Sicherheitsschalter am Flughafen JFK

Bildlegende: Flughafen JFK: Neben den Sicherheitschecks müssen die Passagiere aus Westafrika auch Gesundheitskontrollen durchlaufen. Reuters

Passagiere aus westafrikanischen Ebola-Ländern dürfen nur noch über jene fünf Flughäfen in die USA einreisen, an denen die Behörden Gesundheitskontrollen eingerichtet haben. Das ordnete das Ministerium für Innere Sicherheit an.

Der einzige Weg für Reisende aus Liberia, Sierra Leone und Guinea in die USA führt somit über die New Yorker Airports JFK und Newark sowie die internationalen Flughäfen von Atlanta, Chicago und Washington.

Damit kommt die Regierung von Präsident Obama Forderungen der Opposition entgegen. Einige republikanische Kongressabgeordnete hatten weitergehende Reisebeschränkungen bis hin zu Einreiseverboten für Personen aus den betroffenen Ländern gefordert.

Gesundheitschecks an den Flughäfen

Ankömmlinge aus den drei besonders von Ebola betroffenen Ländern müssen ihre Körpertemperatur messen lassen und einen Fragenkatalog beantworten. Sollten Reisende Symptome aufweisen, werden sie von Seuchenexperten näher untersucht und möglicherweise unter Quarantäne gestellt.

Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) will mit den Kontrollen die Einreise von Virusträgern wie Thomas Eric Duncan verhindern. Dieser war im September aus seiner Heimat Liberia zu einem Familienbesuch nach Texas gekommen und dort fast drei Wochen später an Ebola gestorben. Im Spital steckte er zwei Pflegerinnen mit dem hochgefährlichen Virus an.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Die verstossenen Kinder der Ebola-Opfer

    Aus Tagesschau vom 21.10.2014

    Die Zahl der Menschen, die in Westafrika an Ebola sterben, steigt Tag für Tag. Zurück bleiben viele Kinder. Fast 4‘000 Waisen zählt die Unicef inzwischen, um die sich aus Angst vor einer Ansteckung fast niemand kümmern will.

  • Am grössten Flughafen der Schweiz, in Zürich Kloten, gibt es zur Zeit keinen Grund, besondere Massnahmen zum Schutz vor Ebola einzuführen.

    Ebola: Fluggäste-Kontrolle auch auf Schweizer Flughäfen?

    Aus Rendez-vous vom 17.10.2014

    Verschiedene europäische Länder verstärken wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika ihre Kontrollen an den Flughäfen. Frankreich und Grossbritannien zum Beispiel wollen Fieber messen bei allen Passagieren, die direkt aus einem betroffenen Land kommen. Wie geht man in der Schweiz vor?

    Nicoletta Cimmino