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International Venezuelas Oppositionspolitiker stellt sich der Polizei

Venezuelas Opposition bietet der Regierung die Stirn. Einer ihrer Anführer stellte sich demonstrativ der Polizei. Auf den Strassen von Caracas demonstrieren Gegner wie auch Anhänger der Regierung.

Legende: Video Proteste auf den Strassen von Caracas abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.02.2014.

Der per Haftbefehl gesuchte venezolanische Oppositionspolitiker Leopoldo López hat sich nach einer Kundgebung mit Tausenden Anhängern den Polizeibehörden gestellt. «Ich bin unschuldig. Ich habe nichts zu befürchten», schrieb López kurz zuvor via Twitter.

Der 42-Jährige stellte sich nach seiner Rede der Polizei. Die Behörden werfen ihm Anstachelung zur Gewalt vor.

Auf Fotos war der Politiker umgeben von Polizisten in einem weissen T-Shirt und mit einer Venezuela-Fahne in der Hand zu sehen. López wurde in einem gepanzerten Polizeiauto weggebracht, sobald die Demonstranten den Weg freigaben.

Auch Regierungsanhänger auf der Strasse

Zuvor hatte der Anführer der Oppositionspartei «Voluntad Popular» betont, dass er sich einer «ungerechten und korrupten Justiz» übergebe. Wenn seine Festnahme dazu diene, das Volk wach zu rütteln, dann sei es ihm das wert.

Auch Anhänger der Regierung zogen in einem Protestmarsch durch Caracas, um dem linken Regierungschef Nicolás Maduro den Rücken zu stärken. Maduro sieht die Oppositionsproteste als Putschversuch. Die US-Regierung hatte sich am Wochenende besorgt gezeigt über die Situation in Venezuela und auch über den Haftbefehl gegen López.

Die seit Wochen andauernden Proteste richten sich unter anderem gegen die desolate Sicherheitslage in Venezuela, das eine der höchsten Mordraten der Welt verzeichnet. Die Opposition fordert darüber hinaus einen generellen Kurswechsel in dem südamerikanischen Land und pocht vor allem auf eine andere Wirtschaftspolitik.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Vogt, Zürich
    Herr Achmernann in allen Ehren, aber ein 'legitim gewählter Präsident' wie sie Herr Maduro nennen sieht für mich anders aus. Maduro ist für eine Mehrheit der Venezolaner kein legitimer Präsident, ein Manko welches Chávez nie hatte. Das es letzten April zu massivem Wahlbetrug kam, Stimmzettel verschwanden, Leute unter 'Beobachtung' wählen mussten usw. sollte angemerkt werden. Jetzt hier von einem Putschversuch zu reden ist doch nur ein Manöver um von den realen Problemen des Landes abzulenken.
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