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Vereinbarung über drei Jahre IWF greift Argentinien mit Milliardenkredit unter die Arme

  • Argentinien erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Kredit in der Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar.
  • Die Vereinbarung laufe über drei Jahre und müsse noch vom IWF-Aufsichtsgremium gebilligt werden.
  • Das teilten die argentinische Regierung und der IWF mit.

Der Internationale Währungsfonds verlangt als Gegenleistung, dass Argentinien sein Budgetdefizit von 2,2 Prozent auf 1,3 Prozent senkt.

«Wir begrüssen die Absicht der Behörden, das Tempo zu beschleunigen, mit dem sie das Defizit verringern, und das Primärgleichgewicht bis 2020 wiederherzustellen», schrieb IWF-Chefin Christine Lagarde auf ihrem Twitter-Account.

Tweet von IWF-Chefin Christine Lagarde

Am 8. Mai hatte die argentinische Regierung beim IWF Hilfen beantragt, weil viele Investoren ihr Geld aus dem Land abziehen – und die Landeswährung dadurch an Wert verlor.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    Länder, die keine nachhaltigen Auslandsinvestitionen anziehen, können sich nun mal keine Schuldenwirtschaft leisten, ohne Inflation und damit Kapitalflucht zu verursachen. Die IWF Konditionen sind zweifellos schmerzhaft. Das Land aber erhält dadurch den Spiegel vorgehalten. Die Konditionen führen zurück auf den Pfad der Tugend. Tut mir leud, Argentinien.
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  • Kommentar von Fabian Sarbach (F. Sarbach)
    Wie hoch ist der Zinssatz? Landet das Geld wirklich dort wo es hin soll, oder werden damit Finanzspekulanten rausgekauft?
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  • Kommentar von Bruno Vogt (bru.vogt)
    Was hier als Hilfe bezeichnet wird, ist historisch für die meisten Länder ein Fluch. Es ist ja nicht so als ob der IWF das Geld bedingungslos zur Verfügung stellt. Privatisierung öffentlicher Institutionen, das herunterschrauben der Sozialausgaben etc. Die Enttäuschung in Macri und seine Politik ist riesig. Sein Versprechen die Wirtschaft zu liberalisieren und damit zu beleben, ist deutlich fehl geschlagen. Ausserdem will gemäss Umfragen eine Mehrheit der Argentinier das Geld des IWF nicht.
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