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Missbrauchsvorwürfe gegen Pell Verhandlung um Papst-Vertrauten nach fünf Minuten vertagt

Polizisten beschützen mehrere schwarz gekleidete Männer, die an einer Journalistenmeute vorbeigehen.
Legende: Das Medieninteresse am Fall Pell (Bildmitte in Schwarz) in Australien ist immens. Keystone
  • Der australische Kardinal George Pell hat vor Gericht in Melbourne alle Missbrauchsvorwürfe zurückgewiesen.
  • Der 76-jährige Pell war im Gerichtssaal anwesend, liess aber bloss seinen Anwalt für sich sprechen.
  • Die Verhandlung wurde nach fünf Minuten auf den 6. Oktober vertagt.

Pell gilt als einer der engsten Vertrauten von Papst Franziskus. Er steht unter Verdacht, sich als junger Pfarrer in seiner Heimat vor Jahrzehnten an Kindern vergangen zu haben. Das hatte Pell bereits zurückgewiesen.

Sein Amt als Finanzchef des Vatikans, der als inoffizielle Nummer drei in der Kirchenhierarchie gilt, legte er trotzdem nieder. Von Papst Franziskus liess er sich Ende Juni beurlauben.

Zuvor hatte die australische Justiz nach langen Voruntersuchungen ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Pell ist bislang der höchste katholische Würdenträger, gegen den wegen Kindesmissbrauchs ermittelt wird. Was genau Pell vorgeworfen wird, halten die australischen Behörden bislang unter Verschluss.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    Warum gibt es eigentlich immer noch Menschen, die sich als Anhänger Jesu sehen und „Christen“ (= „die Gesalbten“) nennen - ein Titel, der im Alten Griechenland nur Königen zukam! -, die diesen Sumpf aus Verbrechern und Vertuschern finanzieren, solange noch nicht jeder leiseste Verdacht völlig ausgeräumt und jedes Opfer fürstlich „entschädigt“ wurde (was bei diesen Untaten eigt. nicht geht). Von mir aus sollten alle Kirchenvertreter schamvoll in „Sack & Asche“ wandeln, wie Jesus & seine Jünger.
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  • Kommentar von Lily Baumann (Medinilla)
    Typisch, auf stur schalten, nichts sagen, den Anwalt für sich sprechen lassen, wenn die Luft dick wird einfach zugeben, dass man ES vergessen hat, Demenz könnte ein Thema sein und schlussendlich wird ER als vernehmungsunfähig wieder laufen gelassen, zurück in die Arme(e) von Papst Franziskus!
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