Verhandlungen um EU-Finanzen: Keine Einigung in Sicht?

Der französische Präsident François Hollande sieht noch keine Grundlage für eine Einigung über die EU-Finanzen in den kommenden Jahren. Die Verhandlungen seien sehr schwierig.

Die EU-Regierungschefs in Brüssel treffen sich am Donnerstag und Freitag in Brüssel, um über den EU-Haushalt für 2014 bis 2020 zu beraten. Der Finanzgipfel im November 2011 war ergebnislos geblieben.

Der französische Präsident François Hollande hat sich nun in Paris nach einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti zu diesem Thema geäussert.

Der italienische Regierungschef Monti schüttelt Frankreichs Präsident Hollande die Hand.

Bildlegende: Nach dem Treffen mit Regierungschef Monti (links) hat Hollande über die EU-Finanzen gesprochen. Keystone

Hoffen auf «gerechteres System»

Hollande sieht noch keine Ebene für eine Einigung über die EU-Finanzen der kommenden Jahre, sagte er. Die Verhandlungen seien sehr schwierig, weil aus seiner Sicht das Verständnis für Europa sich mehr auf Solidarität und Wachstum gründen müsse als auf nationalen Interessen, so Hollande.

Gleichzeitig nannte er es «sehr legitim», dass jedes Land seine Interessen verfolge. Hollande hofft auf eine Einigung und ein «gerechteres System» der EU-Finanzierung. Monti sprach sich für eine Finanzierung aus, die angesichts der Krise der wirtschaftlichen Situation der jeweiligen Länder entspricht.