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International Vier US-Soldaten bei Gefechten in Südsudan verletzt

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Südsudan gehen weiter: Bei einem Angriff auf Militärhelikopter wurden vier US-Soldaten verletzt. Die Rebellen sollen zudem den ölreichen Bundesstaat Unity unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Offenbar haben die Rebellen in Südsudan die Kontrolle über einen wichtigen ölreichen Bundesstaat übernommen. Der frühere Vizepräsident Riek Machar sagte gegenüber der britischen BBC, unter seiner Führung hätten Truppen den Bundesstaat Unity und andere Landesteile erobert.

Zuvor hatten Rebellen amerikanische Militärhelikopter unter Beschuss genommen – und dabei vier US-Soldaten verletzt. Wie das Pentagon in Washington mitteilte, sollten drei Helikopter in der von Rebellen eroberten Stadt Bor im östlichen Staat Jonglei landen, um US-Bürger zu evakuieren.

USA halten an Evakuierung fest

Als sie beschossen wurden, drehten die Helikopter ab und kehrten ins benachbarte Uganda zurück, wie ein ugandischer Militärsprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Einer der drei Helikopter sei am Tank getroffen worden und habe Treibstoff verloren, sagte der Sprecher weiter. Dennoch: Alle drei Maschinen seien sicher gelandet.

Trotz der Angriffe wollen die USA an der Evakuierung von US-Bürgern festhalten. US-Präsident Barack Obama sagte aus den Weihnachtsferien in Hawaii, er habe sein Sicherheitsteam angewiesen, gemeinsam mit der UNO dafür zu sorgen, dass Militärangehörige und Zivilisten in Sicherheit gebracht werden. Dies teilte das Weisse Haus am Samstag mit.

Regierung will verhandeln

Am vergangenen Sonntag war in Südsudan der schwelende Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und den Anhängern seines früheren Stellvertreters Riek Machar gewaltsam ausgebrochen. Die südsudanesische Regierung erklärte sich am Samstag zu «Verhandlungen ohne Vorbedingungen» bereit, um die vor einer Woche gestarteten Unruhen im Land zu stoppen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von G.Riedo, Bern
    Interessant, dass jetzt US-Militär Evakuierungen in unsicheren Ländern vornimmt. Vielleicht führt man zukünftig auch militärisches Eingreifen unten dem Begriff "Evakuierung". Ich denke dass nur eine Institution wie die UN, der rote Halbmond etc. humanitäre Evakuierungen durchführen sollte. Einmal mehr spielt die USA Weltpolizist. Vielleicht wäre Obama besser Polizist in den Bronx geworden als ein Präsident, welcher Frieden und Veränderung versprochen hat. Nur humanitäre Hilfe ist legitim.
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    1. Antwort von Michel Koller, Emmenbrücke
      Was reden Sie denn da für einen Unsinn? Die USA evakuieren ihre eigenen Landsleute und helfen der UNO bei weiteren Evakuierungen. Ersteres ist die Pflicht, welche eine Nation gegenüber ihren Bürgern hat und Letzteres eine Notwendigkeit, da die UNO kaum über die notwendigen Ressourcen verfügt. Von wegen Weltpolizei.
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