Vorwurf des Kindsmissbrauchs durch Soldaten: UNO wird aktiv

In der Zentralafrikanischen Republik sollen französische Soldaten Kinder sexuell missbraucht haben. Obwohl sie nicht dem Kommando der Vereinten Nationen unterstanden, will die UNO mögliche Versäumnisse in den eigenen Reihen klären. Eine unabhängige Kommission soll Licht ins Dunkel bringen.

 Blauhelm-Soldaten bei einem Einsatz.

Bildlegende: Sind ihnen Versäumnisse zur Last zu legen? Blauhelm-Soldaten im Einsatz. Keystone

Nach den Vorwürfen des Kindsmissbrauchs gegen Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik wollen die Vereinten Nationen nun allfällige Versäumnisse in den eigenen Reihen untersuchen. Dafür werde eine externe Kommission eingesetzt, kündigte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York an.

Die Vorwürfe hätten ihn sehr verstört. Die französischen und afrikanischen Soldaten, die nicht unter UNO-Kommando standen, werden verdächtigt, mindestens zehn Kinder in dem afrikanischen Land sexuell missbraucht zu haben.

Die Vereinten Nationen haben eine Blauhelm-Truppe in Zentralafrika stationiert. Sie sollen schon früh von den Vorwürfen gewusst, die entsprechenden Informationen aber nicht weitergegeben und auch sonst nicht angemessen darauf reagiert haben.