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International Walesa will keine Homosexuellen sehen

Der polnische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa will Schwule Abgeordnete in die letzte Reihe des Parlaments oder ausserhalb setzen. Die Begründung dafür könnte dem ein oder anderen als nicht zeitgemäss erscheinen.

Walesa.
Legende: Ein Kämpfer für die Freiheit – der Heterosexuellen. Keystone

Der streng gläubige Katholik bejahte damit eine entsprechende Frage eines Journalisten: Homosexuelle sollten im Parlament «nahe der Mauer oder sogar hinter der Mauer» sitzen, sagte Walesa.

Offiziell ein «Betroffener»

«Wir respektieren die Mehrheit, wir respektieren die Demokratie», sagte der frühere Gewerkschaftsführer. Das einzige, was es gebe, sei aber «eine Minderheit, die auf uns herum trampelt», beklagte Walesa.

«Ich will nicht, dass diese Minderheit – mit der ich nicht einverstanden bin, die ich aber toleriere und verstehe – auf der Strasse demonstriert und meinen Kindern und Enkeln den Kopf verdreht», sagte er weiter.

Das polnische Parlament hatte es Ende Januar abgelehnt, homosexuelle Lebenspartnerschaften einzuführen. Unter den Abgeordneten ist derzeit ein bekennender Schwuler sowie ein Transsexueller.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller, Zürich
    @h. anni/ K.D.Waldeck, Bellinzona Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten hat definitiv etwas mit braunem Gedankengut zu tun. Solche "Meinungen und Lebenseinstellungen" verdienen keinen Respekt. Wehret den Anfängen.
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    1. Antwort von h. anni, zürich
      @Müller Es geht eben nicht um Diskriminierung und Ausgrenzung, sondern mir geht es um Rede- und Meinungsfreiheit. Ausserdem habe ich nie geschrieben, dass ich für oder gegen Homosexuelle und ihre Rechte bin. Jedem eben das Seine. Das ist NICHT braun, das ist Freiheit. Ausserdem wird Walesa in Polen viele Befürworter finden für seine Aussage, denn für die Polen ist ein homosexueller Mensch eben immer noch etwas nicht normales. Aber auch hier, jeder darf doch denken was er will.
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  • Kommentar von Hans Klein, Bern
    Tja, was will man von einem Mann erwarten, der stolz darauf war, in seinem ganzen Leben nur ein Buch besessen und gelesen zu haben … die Bibel? Und dem HERRN (und seinen Sprachrohren auf Erden) sind Schwule bekanntlich ja ein Gräuel. Nur, warum hat er sie dann erschaffen? – Also, wie wäre es, wenn diese homophoben Ewiggestrigen mal anfangen, selbst zu denken – meinetwegen kann ihr "Boss" das auch tun, wenn es ihn gibt … SCNR … und wer Ironie findet, darf sie behalten.
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  • Kommentar von Otto Würz, Winterthur
    Walesa fordert, dass Homosexuelle ausgegrenzt, ja, wie Aussätzige behandelt werden. Das ist mehr als nur intolerant, das ist diskriminierend. Wenn hier einige Schreiber Akzeptanz gegenüber solchen Ansichten einfordern, dann verlangen sie Toleranz gegenüber Diskriminierung. Beachtenswert ist, dass ausgerechnet Religiöse solch menschenverachtendes Gedankengut unterstützen.
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