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International Warnung vor EU-Austritt Grossbritanniens

Kurz vor dem 40. Jahrestag des britischen EU-Beitritts wünscht sich van Rompuy einen Verbleib Grossbritanniens in der EU. Der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors dagegen empfiehlt den Briten, einen Sonderweg einzuschlagen.

Strasse in England ist mit Flaggen Grossbritanniens geschmückt (keystone/archiv)
Legende: Den Briten gehe es bei Europa allein um Wirtschaftsinteressen, sagte Ex-EU-Kommissionspräsident Jacques Delors. Keystone/Archiv

«Wir würden einen Freund in die Wüste ziehen sehen», sagte van Rompuy in einem Interview mit dem «Guardian» für den Fall eines britischen EU-Austritts.
 
Die Mitgliedschaft liege auch im britischen Interesse: «Jedes Land profitiert vom Frieden und der Stabilität, die die EU unserem Kontinent bringt, und von den Strukturen, mit denen wir unsere wechselseitige Abhängigkeit organisieren und gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme finden können.»
 
Regierungschef David Cameron leistet derzeit Widerstand gegen die EU-Finanzplanung bis zum Jahr 2020 und verlangt eine Rückübertragung von EU-Kompetenzen an die Nationalstaaten.
 
«Grossbritannien denkt, dass es einzigartig ist. Aber das gilt für jeden EU-Mitgliedstaat. Keiner ist beigetreten, um den eigenen Charakter oder die eigene Identität zu verlieren», erklärte Van Rompuy.

Der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors sagte im «Handelsblatt»: «Wenn die Briten den Trend zu mehr Integration in der EU nicht ertragen, können wir trotzdem Freunde bleiben, aber auf anderer Basis».

Er könne sich «eine Form wie den europäischen Wirtschaftsraum vorstellen oder ein Freihandelsabkommen» mit Grossbritannien als «privilegiertem Partner».

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Tatsache ist jedenfalls, dass Personalunion von Legislative und Exekutive der EU einen Rückfall hinter die Französische Revolution bedeutet. Neue Könige des Abendlandes mutieren immer mehr zu Königen gen Mitternacht. TRIBUT DER CH AN DIESE VÖLKER IST UNNÖTIG. Die sollen selber um 4 Uhr morgens aufstehen + etwas arbeiten gehen. Jedenfalls wäre Anschluss an Volksrepublik CN vorteilhafter + würde konsequente Stationierung taktischer A-Waffen zur Abwehr der Kolonialisten am Gotthard erlauben...
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  • Kommentar von Justin von Kampen, Starnberg
    «Wenn die Briten den Trend zu mehr Integration in der EU nicht ertragen, können wir trotzdem Freunde bleiben, aber auf anderer Basis». Um Gottes Willen, doch nicht schon wieder ein "Bilateraler"! Die EU ist doch keine Würschtles-Bude, die für jeden Extra-Würste braten kann. Raus oder rein, ansonsten gibt es nur den EWR mit automatischer Rechtsangleichung. Außerdem für alle Ignoranten: Die EU ist nicht schuld am Schuldenfiasko einzelner Länder, allerdings hilft sie dieses zu überwinden.
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    1. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      NEIN, wir sehen keinen Bedarf uns faulen Verlierern anzuschliessen und Amis, Russen und Chinesen sollen zuerst automatisch EU-Recht übernehmen. Wir haben hier in der CH selber Arme genug, damit wir uns in Solidarität üben können. Nach gesundem Menschenverstand ist das Schuldenfiasko der PIIGS Staaten überhaupt nicht deren Problem sondern dasjenige der Banken + Länder welche diesen Unsummen pumpten + nun damit rechnen müssen, dass sie auf Kosten der Steuerzahler selber hops gehen.
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  • Kommentar von Tobias Funk, Embrach
    Wie kann man sich als Europäer bloss wünschen, dass die EU zu Grunde geht? Zerfällt nämlich diese Organisation hat das auch schwerwiegende Folgen für UNS. Ausserdem vergesst ihr, wer an dieser Krise Schuld ist: Da würde ich das Geldscheffeln der Banken eher verpönen als einen losen Staatenverbund. Ein Garant für Frieden seit über sechzig Jahren zu verlieren wäre wahrlich eine schwarze Stunde für Europa.
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    1. Antwort von Olaf Kassandra, Starnberg
      Ja verehrter Herr Tobias Funk, leider wünschen nicht nur vereinzelte Ignoranten in der Schweiz auch zum Jahreswechsel der EU nur das Allerschlechteste, selbst auf die Gefahr hin, dass bei Erfüllung dieser Wünsche dem Nicht-EU-Mitglied CH das so in die Hosen schießen würde, dass man sie, um Übles zu verhindern, unten zubinden müsste.
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    2. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      Ja, ja verehrter Herr Tobias Funk, GEGEN DIE EU IST JA AUCH GAR NICHTS EINZUWENDEN. Ich würde meine 1'500 Fränkli / J ja auch sehr, sehr gerne bezahlen, damit 1 Milliarde / Mt. zusammenkomme. Aber 4 x 1'500 Stutz für 4köpfige Familie ist schon einwenig viel. Ausserdem könnten wir die 12 Milliarden / J hier in der Schweiz selber gut gebrauchen - statt sie dem Riesenmoloch in Brüssel zur Beschäftigung von faulen Beamten in den Rachen zu schmeissen, um dann 8/500 = 1,6% mitzubestimmen.
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