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Wegen Belästigungsvorwürfen Österreichischer Politiker Pilz tritt Mandat nicht an

Legende: Video Peter Pilz tritt Mandat nicht an abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 04.11.2017.
  • Der österreichische Politiker Peter Pilz verzichtet nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung auf sein Nationalratsmandat.
  • Seinen Sitz im Parlament werde er abgeben, kündigte Pilz in Wien bei einer Medienkonferenz an.
  • Bei der Parlamentswahl von Mitte Oktober gewannen Pilz und seine Liste Pilz acht Sitze im Parlament.

Pilz nahm an der Medienkonferenz zu in der Wochenzeitung «Falter» erhobenen Vorwürfen Stellung: Pilz hatte dem Bericht zufolge 2013 eine junge Frau sexuell belästigt. Die Frau, eine Mitarbeiterin der Europäischen Volkspartei EVP, sagte demnach, der Politiker habe sie begrapscht. Pilz sei betrunken gewesen.

Der 63-Jährige sagte, er könne sich an den Vorfall nicht erinnern. «Ich bedauere das, ohne die genauen Details zu kennen, dieser Frau gegenüber.» Er habe möglicherweise der Frau wirklich Unrecht getan, dafür übernehme er die Verantwortung.

Pilz, ein Gründungsmitglied der österreichischen Grünen, hatte sich nach internen Querelen vor der Wahl von der Partei abgespalten und trat mit seiner Liste Pilz zur Parlamentswahl an. Die Liste Pilz erhielt 4,4 Prozent der Stimmen und damit acht Sitze, die Grünen selbst flogen aus dem Parlament.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidlin (Querenlife)
    Dieser Pilz scheint ja ein Giftpilz zu sein. Nun steckt eine ganze (Pilz)Partei im Parlament fest und kann nicht mehr raus.
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Es ist eine äusserst bedenkliche Entwicklung, wie im Kampf der Geschlechter Frauen die Männer mit Klagen überhäufen. Z.B. kann jedes Flirten heute mit einer Anzeige "sexuelle Belästigung" enden oder wer eine Frau bei extrem unfairem Verhalten zur Rechenschaft ziehen will muss rasch mit einer Stalkinganzeige rechnen. Gar nicht zu reden von den meistens von Frauen initiierten "Eheschutz" (welch ein Hohnwort!) - oder Scheidungsklagen, womit bilaterale Verträge in unilaterale umgewandelt werden.
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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    also jene die unter Demenz leiden, sorry meinte Vergesslichkeit, sind eigentlich nicht tauglich als Politiker, oder bin ich da zu streng?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber alle die Frauen, in Hollywood sind es auch Männer, welche sich jetzt nach vielen Jahren daran erinnern, dass ja auch sie irgendwann, irgendwo von einem Promi od. Politiker begrapscht worden sind, haben dann auch jahrelang unter Vergesslichkeit gelitten. Und weil solche Klagen grad der grosse Runner sind, erinnert man(n)/frau sich ganz plötzlich daran.
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