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Wegen Botschaft in Jerusalem Türkei kritisiert die USA

  • Die Türkei hat die geplante Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem im Mai kritisiert.
  • Die Entscheidung missachte Beschlüsse der Vereinten Nationen und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), so die Türkei.
  • Zudem werde deutlich, dass die USA Friedensbemühungen unterwandern wollten.
Blick durch Zaun auf US-Flagge.
Legende: Verlegung der Botschaft nach Jerusalem: Die USA ist das erste Land der Staatengemeinschaft, das diesen Schritt geht. Keystone

Die Vereinigten Staaten hatten bekanntgegeben, ihre Botschaft früher in Jerusalem eröffnen zu wollen als erwartet. Bereits im Mai sollen der Botschafter und ein kleines Team dort ihre Arbeit aufnehmen. Das Datum fällt mit dem 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels zusammen.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkannt. Dafür erntete er in vielen Ländern Protest.

Die OIC hatte anschliessend die US-Entscheidung als «eine absichtliche Unterhöhlung aller Friedensbemühungen, einen Treibsatz für Extremismus und Terrorismus und eine Bedrohung für den internationalen Frieden und Sicherheit» bezeichnet. An dem vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einberufenen Dringlichkeitstreffen nahmen Staats- und Regierungschefs sowie Minister aus mehr als 50 muslimischen Staaten teil.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Yavuz Cinbis (Erbil)
    Man kann, ohne die Gesichte in Detail zu wissen, alles ablehnen oder akzeptieren. Es gibt gute Gründe die Situation besser zu verstehen. Dafür sollten die Kritiker nicht alles wegen Erdogan`s Verhalten negativ vorurteilen. Ca. 50% der türkischen Bevölkerung gegen Erdoğan. Aber bei Syrien Problematik verhält die 80% dafür (auf der Erdoğan Seite). Warum das so ist, sollte man sich besser informieren.
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    1. Antwort von Kurt Wirz (kw)
      Wir sind ganz Ihrer Meinung, dass man nicht nur Behauptungen in den Raum stellen soll. Also klären Sie uns auf - aber mit belegbaren Fakten.
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  • Kommentar von Kurt Wirz (kw)
    Die Türkei ist dabei, sich wieder in Richtung osmanisches Reich ausdehnen zu wollen. Es wird mir viel zu viel über Belanglosigkeiten berichtet als über wirklich wichtige Dinge wie z.B. die andauernden Aggressionen der Türkei gegenüber Zypern und Griechenland. Die Griechischen Zeitungen sind voll davon. Den Westen scheint's nicht zu interessieren, obwohl das vor unserer Haustür stattfindet. Erdogan will Krieg, die Deutschen liefern ihm die Waffen dazu und keiner sieht hin.
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Die Türkei hat überhaupt nichts zu bestellen bei diesem Thema. Sie sollen besser schauen dass ihnen nicht später nach dem Völkermord an den Armeniern noch ein weiterer Völkermord, nämlich an den Kurden vorgeworfen wird. Jetzt wäre noch gerade die Zeit das zu verhindern. Wo der US Botschafter in Israel residiert kann denen schnuppe sein.
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