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International Wegen Ukraine-Krise: Baltische Staaten rufen Nato auf den Plan

Die baltischen Staaten treffen aufgrund der Ukraine-Krise Schutzvorkehrungen. Deren Aussen- und Verteidigungsminister fordern, dass die Nato ihre Truppen in Lettland, Estland und Litauen stationiert. Zudem müssten Rüstungsgüter bereitgehalten werden.

Ein polnischer Soldat vor der polnischen, US- sowie Nato-Flagge
Legende: Die Nato soll Truppen in baltischen Staaten stationieren, wie etwa hier in Polen. Reuters

Estland, Litauen und Lettland dringen auf eine dauerhafte Stationierung von Nato-Truppen in ihren Ländern. So teilte der estnische Verteidigungsminister Sven Mikser mit: Es müsse erwogen werden, dort auch Rüstungsgüter bereitzuhalten.

Der litauische Aussenminister Linas Linkevicius sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung», Russland habe kürzlich ein Abkommen mit seinem Land über vertrauensbildende Massnahmen gekündigt und erhöhe die Militärpräsenz in Kaliningrad. Deshalb sei die dauerhafte Stationierung verbündeter Truppen erforderlich.

Luftraum soll stärker überwacht werden

Sein lettischer Kollege Edgars Rinkevics forderte einen Ausbau der Luftraum-Überwachung, um einen russischen Einsatz wie auf der Krim zu verhindern.

Die Nato verzichtet aus Rücksicht auf Russland bislang darauf, Kampftruppen in den östlichen Bündnisstaaten zu stationieren. Die Allianz überprüft jedoch unter dem Druck der Ukraine-Krise ihre Strategie.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Verstörend finde ich, dass ausgerechnet die Polen wieder so vorpreschen, wie sie dies auch vor dem 2.WK getan haben und anschliessend von Deutschland und später von Russland überrollt wurden und dies mit unglaublichem Leid bezahlt haben. Auch damals mit vemeintlicher Unterstützung der Engländer, die sich dann aber vornehm zurückgehalten haben (vertragsbrüchig) und zusahen, wie das Land zermürbt wurde. Am Ende wartete dann die sowjetische Besatzung. Geschichte wiederholt sich.
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Alle Länder der Welt und insbesondere die westlichen stehen unter einem amerikanischen Finanzdiktat, sind sie doch gezwungen, ihre Währung mit $ zu unterlegen. Deshalb sind auch alle Regierungen (inkl. CH) gegenüber den USA so handzahm. Denn sie fürchten direkte oder indirekte Wirtschaftssanktionen, sie sind nicht souverän. Wenn die Nato den baltischen Staaten aus strategischen Gründen rät, ihre Anwesenheit zu fordern, werden sie dies auch tun (müssen).
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    @E. Waeden: Was Sie immer wieder vom Stapel lassen, könnte nicht einmal die TASS besser formulieren. Es passt Ihnen sicher nicht, wenn ich jetzt schreibe, dass die Balten genau richtig handeln - sicher ist sicher. Es ist zwar müssig, mit Ihnen zu diskutieren, aber dieses Szenario ist durchaus möglich: Eine immer grössere russische Truppenpräsenz östlich der baltischen Staaten - schwups, über Nacht wird das Baltikum besetzt. Dann wäre es für ein Eingreifen der NATO schon zu spät.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Wenn ich mich nicht irre: Gehören Sie nicht auch zu den Gripen-Gegner & "verteufeln" alle Befürworter als SVP-Anhänger? Und für Sie stehen die Menschen entweder rechts oder links. Etwas dazwischen gibt es für Sie wohl nicht? Aber Fakt ist doch, dass je weiter im Osten die NATO sich ausbreitet, desto mehr fühlt sich Putin provoziert & bedroht. Verständlich, oder?
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wissen Sie J. Stump, während des Kalten Krieges habe ich Russland sehr, aber noch mehr China gefürchtet. Aber inzwischen meine Meinung nicht einfach so geändert, fürchte ich heute die Amerikaner & immer noch China. Das sind zwei Grossmächte die sich irgendwann, wenn Russland & Europa sich gegenseitig ausgeschaltet haben gegenüber stehen werden & um die Weltherrschaft kämpfen.. Dann gehen wirklich auf der ganzen Welt die Lichter aus! Gott bewahre uns davor.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Falsch. Ich stehe weder links noch rechts, sondern dazwischen. Zudem befürworte auch ich die Landesverteidigung und den Gripen, weil ich der Meinung bin, dass dieser Betrag von knapp über drei Milliarden für eine glaubwürdige Verteidigung gut aufgebracht werden kann - auch als Zeichen für die Welt draussen, die die Schweiz am liebsten schlucken würde. - Lesen Sie das neuste Interview mit dem Putin-Freund G. Schröder! Die NATO-Erweiterung geschah MIT ihm, ohne dass Putin reklamierte.
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    4. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Aber gerade deshalb, weil die Gefahr besteht, dass Russland und Resteuropa gegeneinander aufgehetzt werden, sollten auch von Moskau aus Signale des guten Willes gesendet werden. Während des Kalten Krieges habe ich nicht nur vom Ende der Spaltung Europas geträumt, sondern auch von einer lockeren europaweiten Konföderation mit gleichen Rechten für alle Völker und Sprachen. Darin gebe ich Ihnen Recht: Es könnte noch eine Zeit kommen, in der Russland und Resteuropa einander brauchen.
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    5. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Juha Stump, Zürich - "...sollten auch von Moskau aus Signale des guten Willes gesendet werden." Können Sie konkret aufzeigen, wo es Signale des schlechten Willens von Moskau gibt, wenn man dann noch im Hinterkopf die Signale des Willens vom Westen in Relation dazu setzt?
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