Weissrussland lässt Putin abblitzen

Alexander Lukaschenko möchte keine russische Luftwaffenbasis im Land haben. Seit dem Ukraine-Konflikt ist die Angst vor Russlands militärischer Dominanz gestiegen – obwohl das Land ein enger Verbündeter Moskaus ist.

 Lukaschenko am Redfnerpult

Bildlegende: Der autoritär regierende Lukaschenko gilt als enger Verbündeter Moskaus. Keystone

Weissrusslands Machthaber Lukaschenko hat russische Pläne für eine Luftwaffenbasis im Land abgelehnt. «Wir brauchen keine Basis und schon gar nicht von der Luftwaffe», sagte Lukaschenko. Es habe nie Gespräche über einen Stützpunkt gegeben.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Mitte September Aussen- und Verteidigungsministerium beauftragt, mit dem Nachbarland einen Stationierungsvertrag auszuhandeln. Gegen die Pläne gab es in Minsk eine Demonstration.

Verbündeter Moskaus

Wenn Russland solche Pläne schmiede, habe es Angst, dass er sich dem Westen anschliessen könnte, sagte Lukaschenko. Zugleich bekräftigte er die Waffenbrüderschaft mit Russland: «Wir haben einen Vertrag geschlossen – wir sichern uns gemeinsam Richtung Westen ab.»

Lukaschenko gilt als Verbündeter Moskaus. Er hat aber angesichts des russischen Vorgehens gegen die Ukraine immer wieder auch die Eigenständigkeit Weissrusslands betont.