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International Weiterer Streik bei Lufthansa

Die Gewerkschaft der Piloten gibt im Konflikt mit dem Management der deutschen Fluggesellschaft nicht nach.

Verwaiste Check-In-Schalter am Flughafen in Hamburg.
Legende: Verwaiste Check-In-Schalter am Flughafen in Hamburg. Keystone

Die Piloten der Lufthansa streiken erneut. Betroffen seien Langstrecken- sowie Frachtflüge zwischen 03.00 Uhr und 23.59 Uhr, teilte die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit.

Vom Ausstand ausgenommen sind Kurz-und Mittelstreckenflüge sowie Verbindungen der Tochter Germanwings.

Die Flugplaner erarbeiten gegenwärtig das reduzierte Flugprogramm, um den Kunden eine stabile Reiseplanung zu ermöglichen. Im Laufe des Tages werde eine Liste der gestrichenen Flüge auf der Internetseite der Fluggesellschaft veröffentlicht.

Bereits 1350 Flüge ausgefallen

Die Lufthansa-Piloten hatten bereits von Montagnachmittag bis Dienstag um Mitternacht gestreikt. In der Folge fielen 1350 Flüge aus, etwa jede zweite Verbindung. 150'000 Passagiere waren betroffen. Hintergrund ist ein Konflikt um die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente für die 5400 Piloten der Airline.

Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf die erneute Streikankündigung. «Damit wird dem Unternehmen und insbesondere seinen Kunden zum zweiten Mal in dieser Woche grosser Schaden durch die Vereinigung Cockpit zugefügt», teilte
die Fluggesellschaft mit.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Degen, Arlesheim
    Ich buche nach wie vor Lufthansa. Immerhin haben die Angestellten, und seien einige von Ihnen auch recht privilegiert, den Mut, für ihre Sache zu kämpfen. Die lassen sich nicht so schnell einschüchtern wie das CH-Stimmvolk. In diesem Sinne: Chapeau!
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    1. Antwort von Markus Bach, Basel
      ZU priviligiert meiner Meinung nach, und vor allem sehr egoistisch. Vielleicht könnten die Streikenden mal an ihre Kunden denken, die ihnen die teuren Löhne bezahlen! Für mich gingen die von der Lufthansa zwei Schritte zu weit. Ich fliege gern mit einer zuverlässigen Airline - Lufthanse nein danke!
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    2. Antwort von Martin Degen, Arlesheim
      Mit den Privilegien der Piloten ist das so eine Sache. Die Anfangsgehälter sind auch bei der LH nicht übermässig. Aus der Ausbildungszeit ist meist erstmal ein Schuldenberg (5 - 6-stellig) abzutragen. Und dann lauert da noch das Damoklesschwert der medizinischen Checks, alle 6 Monate. Und in ein Flugzeug einzusteigen, das von einem 70 jährigen Piloten (kann auch eine Pilotin sein) dirigiert wird, ist ebenfalls nicht jedermans Sache. Mit 55 sollte zumindest mit Fliegen Schluss sein.
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