Wellington nach Beben unter Schock

Ein starkes Erdbeben hat Schäden im Geschäftsviertel von Wellington hinterlassen. Die neuseeländischen Behörden sahen sich sogar gezwungen, das Quartier vorübergehend zu sperren. Es kam zu rund 100 Nachbeben in der Stadt. Die Anwohner sind nervös.

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Bilder einer Überwachungskamera (unkommentiert)

0:22 min, vom 22.7.2013

Am Sonntag bebte in der Hauptstadt Neuseelands die Erde. Bei dem Erdstoss der Stärke 6,5 gingen Fenster, Flaschen und Gläser zu Bruch, Putz löste sich von einigen Fassaden. Insgesamt wurden 35 Häuser im Geschäftsviertel Wellingtons beschädigt. Das Quartier musste aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt werden. Menschen blieben unverletzt.

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Strasse verschwindet im Meer (unkommentiert)

0:22 min, vom 22.7.2013

Bis zu 100 Nachbeben registriert

Spektakulär ist einzig der Abbruch eines Stückes Land am Containerterminal. Dort versanken rund 15 Meter Strasse im Hafenbecken.

Insgesamt seien die Schäden gering, bilanzierte Bürgermeisterin Celia Wade-Brown. Allerdings gab es seit Sonntag rund 100 Nachbeben in der Stadt. Besonders deutlich spürten viele der 400'000 Einwohner im Grossraum Wellington ein Beben der Stärke 5,3 am Montagmorgen. Premierminister John Key berichtete, dass in seinem Büro einige Weinflaschen zu Bruch gegangen seien.

Die Nervosität bleibt gross

«Dies ist eine gute Gelegenheit für jeden, seine Notfallvorsorge und -pläne zu überprüfen», sagte Bürgermeisterin Celia Wade-Brown. Viele Einwohner taten genau das: In den Supermärkten gingen vor allem Trinkwasserflaschen, Batterien, Kerzen und Konserven über die Ladentische.

Die Menschen seien verständlicherweise nervös, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes. Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hatte 2011 in Christchurch 185 Menschenleben gefordert und Teile der Innenstadt zerstört. Ein ähnlich folgenschweres Beben ist auch in Wellington nicht ausgeschlossen.