Wenig glaubhaft: Technische Panne bei der NSA-Website

Mitten in der Diskussion um die amerikanischen Abhöraktionen ist die Internetseite des US-Geheimdienstes NSA ausgefallen. Der Geheimdienst widersprach Gerüchten, wonach ein Hackerangriff die Website lahmgelegt hatte. Derweil reagieren die Bespitzelten mit diversen Vorstössen.

Luftaufnahme auf eine Gebäude.

Bildlegende: Im NSA-Hauptquartier in Fort Meade, Maryland hat es wohl die Server verbraten. Doch ein Hackerangriff war es nicht. Reuters/archiv

Eine technische Panne hat die Internetseite des US-Geheimdienstes NSA zeitweise lahmgelegt. «Die Seite war heute Abend wegen eines Fehlers, der sich während eines geplanten Updates ereignete, für mehrere Stunden nicht erreichbar», sagte eine NSA-Sprecherin.

Die Website nsa.gov war seit dem Nachmittag (Ortszeit) vorübergehend nicht erreichbar. Die Sprecherin wies Gerüchte zurück, wonach ein Hacker-Angriff den Ausfall verursacht habe. Im Kurznachrichtendienst Twitter hatten zuvor Spekulationen über einen solchen Angriff die Runde gemacht.

Die Gruppe Anonymous reagierte mit Häme aus den Ausfall der Seite. Es bestehe kein Grund zur Sorge, die NSA verfüge über eine Sicherungskopie des gesamten Internets, erklärten die Aktivisten mit Blick auf die umfassende US-Datenspionage. Die Hacker-Gruppe hatte in den vergangenen Jahren für eine Reihe von Online-Attacken die Verantwortung übernommen.

Die NSA steht nach den Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden im Zentrum einer weltweiten Spähaffäre.

Bespitzelte reagieren

Deutschland und Brasilien arbeiten laut Diplomaten an einer UNO-Resolution gegen breit angelegte Lauschangriffe. Zudem streben Deutschland und Frankreich so genannte No-Spy-Abkommen mit der US-Regierung an. Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schliesst ferner eine Vernehmung des Informanten Edward Snowden nicht aus.