Westafrika: Ebola-Virus noch nicht unter Kontrolle

Pro Woche werden in Guinea und Sierra Leone immer noch dreissig Neuansteckungen vermeldet. Nun sind auch in der Hauptstadt Sierra Leones wieder zwei Menschen erkrankt. In den letzten anderthalb Jahren sind 11'000 Menschen an Ebola gestorben.

Nach mehreren Wochen ohne Neuansteckungen in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, wurden zwei neue Ebola-Fälle gemeldet.

Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, werde jeder, der eine Leiche wasche und heimlich begrabe, mit einer Gefängnisstrafe belegt, sagte der Leiter des nationalen Ebola-Zentrums. In den betroffenen Bezirken des Landes gelte vom Einbruch der Dunkelheit an eine Ausgangssperre.

Nur Liberia ist schon Ebola-frei

Die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt gesunken. Es erweist sich jedoch als schwierig, die Seuche ganz unter Kontrolle zu bringen. Die Lage in Guinea ist ähnlich. Nur Liberia hat das Virus offenbar besiegt.

In den drei westafrikanischen Staaten starben seit Ausbruch der Seuche vor rund anderthalb Jahren mehr als 11'000 Menschen.

Aus Guinea und Sierra Leone wurden zuletzt insgesamt knapp 30 neue Fälle pro Woche gemeldet, wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilte.