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International WHO-Gipfel tagt wegen Ebola in Genf

Internationale Experten für Virusinfektionen und Seuchen besprechen in Genf die Situation der Ebola-Epidemie in Westafrika. Vom Notfall-Komitee werden Massnahmen zur Eindämmung des Virus erwartet.

Schild mit derm Hinweis, dass Ebola töten kann und ein paar Blumen
Legende: Der Geistliche hatte sich mit dem Virus bei der Pflege eines Ebola-Kranken infiziert. Keystone

Die Mitglieder des Notfall-Komitees der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen bei zweitägigen Beratungen in Genf feststellen, ob der Ausbruch der lebensgefährlichen Infektionskrankheit als Internationaler Gesundheitsnotfall
eingestuft werden sollte.

Die Entscheidung darüber liegt bei WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Die Expertenempfehlung soll am Freitag bekanntgegeben werden. Es ist das erste Mal, dass das WHO-Notfallkomitee wegen eines Ebola-Ausbruchs einberufen wurde. Zuletzt hatten die Fachleute im Mai 2014 wegen der Ausbreitung von
Polio in Pakistan und Afghanistan einen Internationalen Gesundheitsnotfall konstatiert.

Wenn das Komitee dies auch wegen der Ebola-Epidemie für nötig erachtet, würde die WHO internationale Dringlichkeitsmassnahmen empfehlen. Dazu könnten Einschränkungen sowie Vorsichtsmassnahmen im Reiseverkehr gehören.
Von den Gesundheitsbehörden der bislang betroffenen Länder Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria wurden bereits mehr als 1600 Fälle von Ebola oder Ebola-Verdacht gemeldet. Etwa 900 Patienten starben.

Ebola-Infizierter nach Spanien

Spanien lässt einen mit dem Ebola-Virus infizierten Staatsbürger aus Liberia in sein Heimatland zurückbringen. Der 75-jährige Geistliche hatte in einem Krankenhaus gearbeitet. Zehntausende Spanier hatten zuvor in einer Internetpetition gefordert, den Mann in sein Heimatland zurückzubringen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Geschätzte Frau S. Lüscher, Sie haben Recht und Unrecht. Ob ich auf der Strasse zu Fuss mit einem anderen Fussgänger, Velofahrer oder Sattelschlepper kollidiere, macht den Unterschied. Mit Viren kongruent. Primär Ansteckungs- (wann/wie überquere ich die Strasse?), sekundär sein Letalpotential (was kommt auf mich zu?). In immunschwachen Organismen wie neugeborene/betagte bedeutet oft eine lästige Erkältung schon das Aus. Wehe uns, der Sattelschlepper Ebola mutiert zum Pfnüsel-Virus.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Die USA hat 2 kranke Landesleute repatriiert und Spanien einen. Dem US-Arzt wurde noch in Afrika ein Mittel gespritzt und er ist in den USA im Quarantäne-Anzug selbständig ins Spital gelaufen, wie anderweitig berichtet wurde. Da wil die WHO Ebola als als Internationaler Gesundheitsnotfall einstufen. Dann müssten wir mit der Grippe Jahr für Jahr einen Internationalen Gesundheitsnotfall haben!
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