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International Wikileaks-Prozess: «Manning ist ein Verräter»

Es ist der erste grosse Prozess gegen einen Whistleblower in den USA. Die Staatsanwaltschaft nennt den Obergefreiten Bradley Manning schlichtweg einen Verräter. Bei einer Verurteilung droht dem Ex-Soldaten eine lebenslange Haftstrafe.

Bradley Manning in seiner Uniform und Handschellen.
Legende: Beim Prozess in Fort Meade bei Washington trug Manning wie so oft seine blaue Paradeuniform. Keystone

Im US-Prozess gegen den mutmasslichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning nähert sich die Stunde der Wahrheit. Heute wird die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Bereits am Wochenende könnte das Militärgericht in Fort Meade bei Washington ein Urteil fällen. Das Strafmass wird allerdings erst später verkündet. Dem 25-jährigen US-Obergefreiten droht eine lange Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft sprach am Donnerstag rund fünf Stunden lang – und richtete erneut schwerste Vorwürfe an Manning. «Er war keine bedrängte junge Seele, er war ein entschlossener Soldat mit dem Wissen, der Fähigkeit und dem Willen, den USA und deren Kriegsanstrengungen zu schaden», sagte Staatsanwalt Ashden Fein. Er fügte hinzu: «Er war kein Whistleblower, er war ein Verräter (...).» Manning habe um den Wert der weitergereichten Dokumente für den Feind gewusst.

Der Whistleblower hatte gestanden, während seiner Stationierung im Irak 2010, Hunderttausende geheime Dokumente aus Armeedatenbanken an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet zu haben.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Das Blut der Unschuldigen, aller durch die Schurkennation Getöteten, wird vor dem Herrn, unserem Schöpfer, ankommen. Gerechtigkeit ist aber gewiss und wird den Schurkenstaat auch mit einer Kraft zerstören, DASS ES UNS ALLE ERSCHRECKEN WIRD. Wäre dies nicht wahr, dann hätten wir UMSONST gelebt.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Manning hat sehr viel mehr beigetragen zu einer demokratischen und besseren Welt als alle amerikanischen Kriege zusammen. Hierfür mögen sie ihn in einer Sekunde köpfen! Aber wir huldigen ihn für alle Ewigkeit. Wir sehen uns in der Zukunft!
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  • Kommentar von Theodor Himmel, Chur
    @Rudolf R. Blaser Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Es ist so komisch zu sehen, wie unsere Medien die USA immer mit spralichen Samthandschuhen anfassen. Begriffe wie "Folter", "Unrechtsregime", "Kriegsverbrechen", etc. fallen fast nur im Zusammenhang mit arabischen Staaten, tatsächlich betrifft aber mitlerweile alles die US-Regierung. Warum diese sprachliche Ungleichbehandlung? Sind Verbrechen weniger schlimm, wenn sie von "Freunden" begangen werden oder wie?
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