«Wir haben Appartments in den Schweizer Alpen beschlagnahmt»

US-Justizministerin Lynch und Bundesanwalt Lauber haben in Zürich über die Ermittlungen gegen die Fifa informiert. Lynch wollte nicht kommentieren, ob Sepp Blatter im Visier der Ermittlungen steht.

Medienkonferenz Fifa-Ermittlungen Lynch und Lauber

  • US-Justizministerin Loretta Lynch hat Ermittlungen ausgeweitet und erwartet «weitere Runde von Festnahmen».
  • Ob auch Sepp Blatter im Visier der Ermittlungen steht, bleibt unklar.
  • Laut Bundesanwalt Michael Lauber stehen 121 Bankkonten im Visier der Schweizer Ermittlungen, dazu Liegenschaften in den Alpen, die der Geldwäscherei gedient haben könnten.
  • Lauber: «Sind noch nicht mal in der Hälfte der Arbeit.» Die Bundesanwaltschaft habe 11 Tera-Bites Unterlagen zu sichten.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 15 :50

    Medienkonferenz beendet

    Das war unsere Berichterstattung von der Medienkonferenz zu den Ermittlungen rund um die Fifa. US-Justizministerin Loretta Lynch und Bundesanwalt Michael Lauber informierten über den Stand der Verfahren und Untersuchungen, ohne grosse Neuigkeiten bekannt zu geben. Auch ob Fifa-Präsident Sepp Blatter im Visier der Ermittlungen steht, bleibt unklar.

    Laut Bundesanwalt Michael Lauber stehen derzeit 121 Bankkonten im Fokus der Untersuchungen. Auch diverse Liegenschaften in den Schweizer Alpen seien versiegelt worden, da sie der Geldwäscherei gedient haben könnten.

    US-Justizministerin Lynch sagte, es sei derzeit nicht möglich, einen Zeitrahmen beuzüglich des Abschlusses der Ermittlungen anzugeben. Die Ermittlungen seien ausgeweitet worden und es sei auch denkbar, dass sich noch weitere Verdachtsmomente ergäben.

    Damit beenden wir den Liveticker und bedanken uns für Ihr Interesse. Eine ausführliche Zusammenfassung der Medienkonferenz in Zürich finden Sie hier.

  • 15 :41

    Keine Informationen zu Blatter

    Loretta Lynch äussert sich auch auf Nachfrage nicht zu allfälligen Ermittlungen gegen Fifa-Präsident Blatter: «Ich kommentiere zum jetztigen Zeitpunkt nicht, wer im Fokus der nächsten Verhaftungsrunde stehen könnte und kann deshalb auch keine Auskunft geben über Herrn Blatters Reisepläne.»

    Video «Lynch schweigt sich über Blatters Reisepläne aus» abspielen

    Lynch schweigt sich über Blatters Reisepläne aus

    0:13 min, vom 14.9.2015

  • 15 :36

    Keine konkrete Aussagen zu Ermittlungen gegen Blatter

    Bisher verwies Bundesanwalt Michael Lauber im Zusammenhang mit den jüngsten Enthüllungen zum TV-Rechte-Verkauf durch Sepp Blatter an seinen ehemaligen Vize Jack Warner stets auf die Medienkonferenz von heute. Ob gegen den Schweizer ermittelt wird, bleibt jedoch auch heute unklar: «Wir haben viele Fakten, die Stellungnahme der FIfa zur 10v10-Geschichte haben wir erst am Sonntag erhalten», sagt Lauber dazu lediglich.

  • 15 :33

    Bankkonten und Liegenschaften im Visier der Bundesanwaltschaft

    Laut Lauber befinden sich 121 verdächtige Bankkonten im Visier der Untersuchungen. Auch Liegenschaften in den Schweizer Alpen seien Gegenstand der Ermittlungen. Mehrere Wohnungen seien versiegelt worden, da sie mutmasslich als Geldwäsche-Objekt genutzt worden seien.

  • 15 :32

    Keine lange Fragerunde

    Die Ausführungen sind für den Moment beendet. Den Journalisten werden nun einige wenige Fragen zugestanden.

  • 15 :27

    Nun spricht Loretta Lynch

    Auch Lynch fasst nochmals die bereits bekannten Ereignisse seit dem 27. Mai zusammen. Die Untersuchungen gingen weiter und seien seit Mai ausgeweitet worden. Sie erwarte deshalb eine «nächste Runde von Festnahmen.» Die US-Justizministerin bedankt sich bei den Schweizer Behörden für die Zusammenarbeit. Die Schweiz zeige sich diesbezüglich als bestmöglicher Partner. Das US-Justizdepartement hat Lynchs kompletten Redetext publiziert.

    Video «Lynch: Seit Mai Ermittlungen ausgeweitet» abspielen

    Lynch: Seit Mai Ermittlungen ausgeweitet

    0:25 min, vom 14.9.2015

  • 15 :24

    Ein riesiger Berg an Arbeit

    Bisher hat die Bundesanwaltschaft laut Lauber Datensätze in der Grösse von 11 Terrabites auszuwerten. Es sei noch nicht einmal die Hälfte der Arbeit getan.

    Video «Fifa: «ein aussergewöhnlicher Fall»» abspielen

    Fifa: «ein aussergewöhnlicher Fall»

    0:20 min, vom 14.9.2015

  • 15 :22

    Dann geht Lauber auf die Verhaftungen vom 27. Mai ein. Die heutige Medienkonferenz solle ein Update über den Stand der Ermittlungen geben, sagt Lauber. Dann wiederholt er die bereits bekannten Schritte der Justiz seit den Verhaftungen in Zürich.

    Video ««Zu früh für Fokussierung der Ermittlungen auf eine Person»» abspielen

    «Zu früh für Fokussierung der Ermittlungen auf eine Person»

    0:17 min, vom 14.9.2015

  • 15 :20

    Zuerst spricht Michael Lauber. Der Bundesanwalt spricht zuerst über die internationale Konferenz der Staatsanwälte, zu der er nach Zürich geladen hatte. Dabei betont er die Bedeutungt der internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und Cyberkriminalität.

  • 15 :17

    Es geht los

    Loretta Lynch und Michael Lauber sind zur Medienkonferenz eingetroffen.

  • 15 :10

    Gewaltiges Interesse

    Noch lassen US-Justizministerin Loretta Lynch und Bundesanwalt Michael Lauber auf sich warten. Der Saal im Zürcher Renaissance Hotel ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Dutzende Kameras sind auf das Rednerpodium gerichtet. Die Medienkonferenz findet unter grössten Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor dem Eingang wurden die Ausrüstungen der TV-Teams mit Hilfe von Polizeihunden untersucht.

  • 15 :01

    Experte Pieth erwartet Verfahren

    Der ehemalige Fifa-Antikorruptionsexperte Mark Pieth hält die Eröffnung eines Verfahrens nach den jüngsten Enthüllungen für zwingend. Die Frage sei lediglich, gegen wen ermittelt werde. Mit den publik gewordenen Dokumenten habe die Bundesanwaltschaft einen Anscheinsbeweis für ein Offizialdelikt, sagt Pieth. Für ungetreue Geschäftsbesorgung sieht Artikel 158 des Schweizerischen Strafgesetzbuches Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor.

    Pieth.

    Bildlegende: Pieth leitete zwischen 2011 und 2013 die Fifa-Reformkommission. Keystone

  • 14 :57

    Blatter unter Druck

    Mit besonderer Spannung wird jedoch die erste Stellungnahme Laubers zu den neusten Vorwürfen gegen Fifa-Präsident Sepp Blatter erwartet. Vergangene Woche machte «10vor10» ein Dokument publik, das brisante Geschäfte zwischen Blatter und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Jack Warner belegt. Blatter soll diesem demnach TV-Rechte für Fussball-Weltmeisterschaften zu einem Spottpreis überlassen haben.

  • 14 :55

    Auch die Schweizer Justiz ermittelt

    Zusammen mit Loretta Lynch tritt der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber vor die Medien. Er dürfte über die unabhängig von den US-Verfahren laufenden Ermittlungen wegen Verdachts auf Manipulationen bei der Vergabe der WM-Endrunde 2018 an Russland und 2022 an Katar informieren. Diese hatte die Fifa selbst mit einer Anzeige gegen Unbekannt ins Rollen gebracht.

  • 14 :52

    Lynch ist als Justizministerin in Personalunion auch Generalbundesanwältin der USA. Die Ermittlungen gegen Fifa-Funktionäre hatte sie bereits vor ihrer Beförderung ins Kabinett von Präsident Obama als Bundesanwältin in New York ins Rollen gebracht.

    Loretta Lynch.

    Bildlegende: Keystone

  • 14 :51

    US-Ermittlungen betreffen diverse Straftatbestände

    Kurz vor dem Fifa-Kongress zur Wiederwahl von Sepp Blatter liess die US-Justiz am 27. Mai 2015 in Zürich sieben hochrangige Fifa-Funktionäre verhaften. Heute informiert Justizministerin Loretta Lynch in der Schweiz über den Stand der Ermittlungen wegen Betrugs, Bestechung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit Fußball-Deals der amerikanischen Kontinentalverbände.

  • 14 :44

    Willkommen zum Liveticker

    Nächster Akt im Korruptionsskandal um den Weltfussballverband Fifa. Wir heissen Sie herzlich willkommen und halten Sie im Liveticker und im Stream ab 15 Uhr über die gemeinsame Medienkonferenz von Generalbundesanwalt Michael Lauber und US-Justizministerin Loretta Lynch auf dem Laufenden.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • FOKUS: Blatter verkaufte TV-Rechte viel zu billig

    Aus 10vor10 vom 11.9.2015

    Ein Dokument, das «10vor10» exklusiv vorliegt, zeigt, dass Fifa-Präsident Sepp Blatter TV-Verträge weit unter dem Marktwert verkaufte. Der Vorgang könnte strafrechtlich relevant sein.

  • FOKUS: Studiogespräch mit Guido Tognoni

    Aus 10vor10 vom 11.9.2015

    Über die neusten Enthüllungen spricht «10vor10» mit dem ehemaligen Fifa-Manager, Guido Tognoni, im Studiogespräch.