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Trump in Israel «Wir werden diesen Friedens-Deal hinbekommen»

Legende: Video Trump in Israel abspielen. Laufzeit 3:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.05.2017.
  • US-Präsident Donald Trump hat sich in Israel zuversichtlich über die Aussicht auf eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses geäussert.
  • Bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte Trump das «unzerstörbare Band» zwischen Israel und den USA.
  • In der Altstadt von Jerusalem besuchte Trump zudem die Grabeskirche und als erster US-Präsident die Klagemauer, das höchste Heiligtum der Juden.

US-Präsident Donald Trump glaubt, dass momentan sehr gute Bedingungen für einen Frieden im Nahen Osten bestehen. «Wir müssen die Situation jetzt nutzen. Was jetzt passieren kann, hätte vorher nie geschehen können», sagte Trump in Jerusalem an der Seite von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Er habe in den vergangenen Tagen viele Zeichen gesehen, die ihn zuversichtlich machten, dass im Mittleren Osten Frieden für alle Menschen und alle Religionen möglich sei, sagte Trump. Er habe in Riad bei arabischen Führern sehr viel guten Willen erlebt. Eine neue Ebene der Partnerschaft sei möglich. Für Israel sei andauernder, stabiler Friede das Ziel, sagte Trump.

«Ich habe gehört, dass das einer der schwierigsten Deals überhaupt ist. Aber zum Schluss werden wir es hinbekommen», sagte Trump zum Ziel eines Nahostfriedens.

«Mein Besuch an der Klagemauer hat mich tief bewegt. Worte fehlen, um das zu beschreiben», sagte Trump. Er werde sich für immer an dieses Erlebnis erinnern.

«Iran gemeinsam zurückdrängen»

Mit Blick auf den Iran sagte Trump, Israel und die USA erlebten gemeinsam, wie Teheran die gesamte Region bedrohe. Netanjahu dankte Trump ausdrücklich für dessen angekündigten Schwenk in der US-Politik gegenüber dem Iran. Netanjahu sagte, man könne den Iran gemeinsam zurückdrängen und ihn daran hindern, eine Atommacht zu werden.

Der erste Tag des Besuchs soll mit einem gemeinsamen Abendessen der Ehepaare Netanjahu und Trump abgeschlossen werden.

Überschattet wurde Trumps Besuch von einer neuen Messer-Attacke bei Jerusalem, bei der der palästinensische Angreifer getötet wurde. Im Westjordanland wurden zudem Dutzende Palästinenser bei Zusammenstössen mit der israelischen Armee verletzt.

Die Palästinenser protestierten gewaltsam als Unterstützung für rund 1000 Häftlinge in israelischen Gefängnissen, die sich seit mehr als einem Monat im Hungerstreik befinden. Die Häftlinge fordern generell bessere Haftbedingungen.

Trumps Auslandstour

Begonnen hatte der US-Präsident seine Reise am Samstag in Saudi-Arabien. Am Montag stand Israel auf dem Programm, am Dienstag wird er nach Bethlehem im Westjordanland weiterreisen. Die Tour führt ihn am Wochenende auch nach Europa, wo Trump den Papst treffen und an den Gipfeln der Nato und der G7-Gruppe teilnehmen wird.

45 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Schon merkwürdig, ausgerechnet mit Saudi-Arabien können Israel und Trump wunderbar zusammen arbeiten, egal wie schlecht es dort mit den Menschenrechten steht und mit dem, was das Land im Jemen anrichtet. Nicht aber mit dem Iran, dem weitaus fortschrittlicheren Staat in jeder Beziehung. Man vergleiche nur mal die Situation der Frauen im Iran mit denen in Saudi-Arabien! Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und wo werden Täter für relativ geringfügige Vergehen immer noch ausgepeitscht? In S.A.!
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      ...und Köpfe und Hände abgehackt, was im Iran nicht geschieht!
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  • Kommentar von Lily Baumann (Medinilla)
    Warum nur ist Trump Präsident und nicht Schauspieler geworden?
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      In Dereks Fantasy-Komödie "Mein Geist will immer nur das Eine" hatte Trump 1989 einen Gastauftritt. "Hätte man ihn damals gefragt, ob er mal Präsident sein würde, hätte er das wahrscheinlich verneint", sagte Derek. Die gemeinsame Szene habe Spaß gemacht, aber seine Rolle - er spielte sich selbst - sei recht klein gewesen. Kritiker hatten den Streifen damals zerrissen. Er wurde 1991 mit Spottpreisen überhäuft, auch Trump steckte für die schlechteste Nebenrolle eine "Goldene Himbeere" ein. :-)
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    2. Antwort von Kurt Meier (Kurt3)
      Lily Baumann , weil er die Texte dauernd vergessen würde .
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die CIA hat den Israeli geholfen, Atomwaffen zu bauen.. Als Israel über funktionierende A-Waffen verfügte, war jedem, selbst dem Dümmsten klar, dass Israel im Extremfall mit A-Waffen reagieren wird. Ernsthafte Angriffe auf Israel waren damit passé. Das ist immerhin das Positive daran. KSA verfügt über Pakistan wahrscheinlich über eine Option, A-Waffen zu erhalten. Geld ermöglicht fast alles. Dass der undiplomatischste US-Präsident Frieden in Nahost hinbekommt, glaube auch nur ganz ganz Naive.
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