Zum Inhalt springen

Krieg in Syrien Zahlreiche Tote in Homs

Bei einer Anschlagsserie in der westsyrischen Stadt Homs sind mehr als 40 Menschen getötet worden.

Legende: Video Mehrere Attentäter sprengten sich in die Luft abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.02.2017.
  • Bei mehreren Selbstmordanschlägen in Homs sind über 40 Personen ums Leben gekommen.
  • Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrormiliz Fateh al-Scham, die frühere Al-Nusra-Front.
  • Mindestens fünf Selbstmordattentäter attackierten die Gebäude der syrischen Staatssicherheit und des Militärgeheimdienstes in Homs.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den Anschlägen in der westsyrischen Stadt Homs mindestens 42 Menschen getötet. Provinzgouverneur Talal Barasi sprach von 30 Toten und 24 Verletzten.

Homs
Legende: SRF

Geheimdienstchef unter Opfern

Das syrische Staatsfernsehen nannte keine genaue Zahl der Toten. Es bestätigte aber den Tod von Geheimdienstchef Hassan Daabul, der ein enger Vertrauter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad war.

Homs ist die drittgrösste Stadt Syriens und war lange in der Hand von Rebellen. Mittlerweile wird sie aber wieder von Regierungstruppen beherrscht.

Über 70 Tote in Al-Bab

Auch das weiter nördlich gelegene Al-Bab beklagt viele Tote. Einen Tag nach einem Selbstmordanschlag nahe der ehemaligen IS-Hochburg ist die Zahl der Toten auf 77 gestiegen. Die am Freitag bei einem Rebellenstützpunkt nordwestlich der Stadt gezündete Autobombe habe 41 Zivilpersonen getötet, berichten die Aktivisten. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte die Tat für sich reklamiert.

Syrische Rebellen waren mit Unterstützung der Türkei am Donnerstag in das Stadtzentrum von Al-Bab vorgestossen und hatten die nordsyrische Stadt anschliessend für befreit erklärt. Seit November vergangenen Jahres versuchten die Rebellen zusammen mit der Türkei, den IS aus der Stadt zu vertreiben.

Legende: Homs liegt im Westen von Syrien. Carto

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Syrische Seite beschuldigt Islamisten aus Al Wear für diese Verbrechen verantwortlich zu sein. Kurz nacher, hat syrische Luftwaffe über 20 luftangriffe auf diese Quartier ausgeführt. In Al Wear befinden sich noch paar hundert Islamisten versteckt hinter Zivil Bewölkerung. Ihre Transport in Idlib hat seit 1 Jahr UNO organisiert und immer noch nicht durchgeführt. SAA lässt regelmässig Humanitäre Konvois in Quartier. Jetzt sollte man endlich Quartier reumen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Schlimm. Die gleiche Strategie wie im Irak. Sind gewisse Kräfte (oft extrem-radikale) unter Druck, greift man zu Anschlägen. Fateh al-Scham (ehemals Al-Kaida) bekennt sich zur Untat. Die Namen der Gruppen werden gewechselt wie Unterhosen. Was bleibt sind die Führer und ihre z.T. extrem radikalen Ziele. An Kräften, die auch von Syrern als politische Oppositionen anerkannt wären, fehlt es weitgehend. Bei Konferenzen treten irgendwelche Vertreter auf, die meist wenig Bezug zu Syrien haben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es sind neue Player auf dem Spielplatz der Aussenpolitik in Nahost aufgetreten, allen voran KSA und Katar. Diese sunnitschen Staaten kämpfen für die absolute Vorherrschaft im Nahen Osten und bekriegen unter dem Deckmantel des sunnitischen Glaubens die Schiiten, Alaviten etc. Die Konflikte in Nahen Osten gehen zu Grossteil auf das Konto dieser Burschen, ebenso wie der Daesh (IS), deren Hauptsponsor sie sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen