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International Zehn Männer wegen Angriffs auf Malala verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach dem Attentat auf die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai hat ein Gericht in Pakistan zehn Männer zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai liest in einem Buch.
Legende: Seit dem Anschlag lebt Malala im britischen Birmingham. Keystone

Oktober 2012 im Swat-Tal in Pakistan: Taliban-Kämpfer kapern einen Schulbus. Einer der Männer schiesst der damals 15-jährigen Malala Yousafzai in den Kopf. Dank einer raschen Notoperation in Pakistan und einer anschliessenden Behandlung im Grossbritannien überlebt das Mädchen das Attentat.

Nun – zweieinhalb Jahre nach dem Attentat – wurden die Täter zu harten Strafen verurteilt. Das Strafmass: Lebenslange Haft, was in Pakistan 25 Jahre Gefängnis bedeutet.

Die Angeklagten hätten gestanden, den Angriff im Auftrag des heutigen Chefs der pakistanischen Taliban (TTP) ausgeführt zu haben, hiess es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. Das Anti-Terror-Gericht habe die Männer der «Verschwörung», Yousafzai töten zu wollen, für schuldig befunden.

Im vergangenen Jahr wurde Malala mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit 17 Jahren war sie die mit Abstand jüngste Empfängerin des Nobelpreises.

2 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Das Ärgernis bei Malala Yousafza ist, dass sie auf Druck des Westens den Nobelpreis erhalten hat. Eigentlich müsste ihr Land, ihre Ethnie hinter ihr stehen. Es war auch im Westen/Europa ein langer Weg für die Frauenrechte. Stärkt man die Rechte der Frauen, wird sich vermutlich auch die Geburtenrate senken. Dadurch würde die Hoffnung grösser, das Leben der Bürger zu verbessern. Das Urteil wurde vermutlich durch wirtschaftliche Zugeständnisse erkauft.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Beeindruckend, wie eine junge Frau mit Namen Malala Yousafzai, erwachsenen tapferen Islamisten Angst einjagen kann, dass sie sich nur in der Gruppe und bewaffnet an sie herantrauen. Womit sich zeigt, dass die schärfste Waffe gegen diese Extremisten nach wie vor die Bildung ist. Wie sehr sich diese Feiglinge dabei selbst blamieren, scheint diesen gar nicht bewusst zu sein.
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