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Zölle auf China-Importe US-Wirtschaftsverbände warnen Trump vor Kettenreaktion

Verbände verschiedener US-Wirtschaftsbranchen haben ihrem Präsidenten Donald Trump einen Brief geschrieben. Sie warnen die Verantwortlichen im Weissen Haus vor den angekündigten, so genannten Strafzöllen auf chinesische Importe. Die Verbände fürchten sich laut dem «Wall Street Journal» vor «Kettenreaktionen negativer Folgen für die US-Wirtschaft», schreibt das Fachblatt.

Aufgezählt wurden dabei Gegenmassnahmen der chinesischen Seite. Namentlich einen Rückgang der Exporte von Agrar- und Industriegütern sowie Dienstleistungen, steigende Kosten für die Unternehmen und die Konsumenten.

Auch EU macht Druck

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Im Streit über die von US-Präsident Donald Trump erlassenen Zölle auf Stahl und Aluminium wird es an diesem Dienstag und Mittwoch noch einmal Krisengespräche von Vertretern der EU und USA geben. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström werde nach Washington reisen und dort US-Handelsminister Wilbur Ross treffen, hiess aus Kommissionskreisen. Malmström werde dabei erneut fordern, dass europäische Unternehmen von den Schutzzöllen ausgenommen werden müssten. Ansonsten werde die EU mit Gegenmassnahmen reagieren.

Nach Angaben des «Wall Street Journal» haben 45 Verbände den Brief unterzeichnet. Sie sprechen für ganz unterschiedliche Branchen, wie die Hightech-Industrie, den Textilhandel, die Landwirtschaft oder Autozulieferer sowie für Unternehmen wie Apple und Google, Walmart oder Nike.

Containerhafen in New York
Legende: Die betreffenden US-Verbände erwarten von ihrer Regierung Zusammenarbeit statt Konfrontation. Getty Images

Kooperation statt Holzhammer

Trumps Plan, chinesische Exporteure mit Zöllen an die Kandare zu nehmen, treffe auch «Unternehmen, Arbeiter, Landwirte, Konsumenten und Investoren im eigenen Land», schreiben die Verbände.

Stattdessen sollten die Vertreter der Regierung mit «gleichgesinnten Partnern» zusammenarbeiten und ihre «gemeinsamen Sorgen angesichts der chinesischen Handels- und Investitionspolitik» deutlich machen.

China bringt sich in Stellung

US-Medien zufolge plant Trump neue gezielte Einfuhrtarife für chinesische Produkte. Diese Zölle sollen demnach auf Waren im Gesamtwert von etwa 60 Milliarden Dollar erhoben werden.

Die chinesische Regierung hatte ihrerseits die von Trump abgezeichneten Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium als «ernsthaften Angriff» auf die internationale Handelsordnung kritisiert.

Peking hatte in der Vergangenheit wiederholt gewarnt, dass es die «notwendigen Massnahmen» ergreifen werde, um seine Exporteure zu schützen.

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