Zurück ins Mubarak-Zeitalter?

Ägyptens Übergangspräsident Adli Mansur hat den Ausnahmezustand um weitere zwei Monate verlängert. Als Grund führte das Präsidialamt die weiterhin angespannte Sicherheitslage an.

Polizisten in Kairo.

Bildlegende: In Ägypten werden die Sicherheitskräfte weiterhin das Strassenbild dominieren. Reuters

Ein Leben im Ausnahmezustand wie zu Zeiten des Alleinherrschers Hosni Mubarak. Das der Alltag in Ägypten. Und er wird noch eine Weile andauern.

Begründet wird die neuerliche Verlängerung um zwei Monate mit der Sicherheitslage im Land. Erst in der letzten Woche entging Innenminister Mohammed Ibrahim knapp einem Mordanschlag.

Gegner befürchten eine Rückkehr zum Regime von Hosni Mubarak. Genau gegen diese Einschränkung der Freiheit gingen im arabischen Frühling die Menschen auf die Strasse.

Mubarak bleibt unter Arrest

Übergangspräsident Mansur hatte den Ausnahmezustand am 14. August zunächst für einen Monat verhängt, nachdem es während der gewaltsamen Auflösung von Protestlagern der Muslimbrüder Hunderte von Toten gegeben hatte.

Die Verlängerung des Ausnahmezustandes bedeutet auch, dass der für Ex-Präsident Hosni Mubarak angeordnete Arrest in einem Krankenhaus verlängert werden kann. Mubarak ist wegen der Tötung von mehr als 800 Demonstranten Anfang 2011 angeklagt.