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International Zwei Franzosen in Mali umgebracht

Im Norden Malis sind zwei französische Journalisten getötet worden. Die beiden waren kurz zuvor entführt worden. Die Europäische Union hat die Gewalttat verurteilt.

Eine Übersichtskrate mit Mali, der Hauptstadt Bamako und Kidal.
Legende: Die beiden Franzosen waren für eine Reportage in Kidal im Nordosten Malis. srf

In Mali sind zwei Mitarbeiter von Radio France Internationale (RFI) umgebracht worden. Die Leichen der Frau und des Mannes wurden ausserhalb der Stadt Kidal im Nordosten des Landes gefunden. Das französische Aussenministerium bestätigte entsprechende Meldungen aus malischen Sicherheitskreisen.

Die beiden Reporter waren wenige Stunden zuvor im Zentrum Kidals von Bewaffneten entführt worden. Die beiden Franzosen seien für eine Reportage bei der malischen Solidaritätsbank in Kidal gewesen, verlautete aus Militärkreisen.

Kidal liegt rund 1500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze. Die Stadt ist eine Hochburg der Tuareg-Rebellen und ihrer Nationalen Bewegung der Befreiung von Azawad (MNLA). Anfang vergangenen Jahres starteten die Tuareg eine Rebellion, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen.

EU verurteilt Gewalttat

Die EU hat die «schändliche Ermordung» verurteilt. Ein Sprecher der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton sagte in Brüssel, dieses Verbrechen dürfe «nicht ungestraft bleiben».

Die EU werde daher «mit Entschlossenheit ihre Unterstützung für die malischen Behörden in deren Kampf gegen den Terrorismus und deren Bemühungen zur vollen und dauerhaften Wiederherstellung der staatlichen Autorität, der Ordnung und der Sicherheit im gesamten Territorium Malis fortsetzen».

3 Kommentare

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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Zuerst Al-CIAda via Libyen aufrüsten, um dann im Land der üppigen Uranvorkommen (Mali) sich als Retter aufzuspielen! Seit Frankreich dem NATO-Club beigetreten ist, führen die Französischen Konzerne noch unerbittlicher Jagd auf die Rohstoffe Nordafrikas. Da kann man diese zwei getöteten Journis getrost als unausweichlicher Kollateralschaden abbuchen! Vielleicht hielten sie sich auch nicht an die verordnete & geordnete "Pressefreiheit" der französischen Regierung!
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Was für eine mächtige Oganisation die EU doch ist. Sie ist sogar in der Lage, einen Akt von Terrorismus zu verurteilen! Wer hätte ihr so viel zugetraut?
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Das hat man doch von ihr erwarten können, oder?
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