«Habemus papam»: Franziskus I.

Franziskus ist der erste Papst, der aus Übersee stammt. Und der Argentinier ist der erste Jesuit, der den Heiligen Stuhl besteigt. Er gilt als grosser Hoffnungsträger der katholischen Kirche.

Papst Franziskus winkt den Gläubigen zu.

Bildlegende: «Guten Abend»: Die ersten Worte des neuen Papstes Franziskus. Keystone

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI kommt im Februar aus heiterem Himmel. Der Deutsche ist der erste Papst seit 700 Jahren, der sein Amt freiwillig zur Verfügung stellt. Dementsprechend gross ist die Überraschung.

Benedikt XVI. fühlt sich zu alt für das ehrwürdige Amt: «In den vergangenen Monaten haben meine Kräfte abgenommen. Ich musste mein Unvermögen erkennen, den mir anvertrauten Dienst weiter auszuführen.»

Franziskus: «Guten Abend»

Bereits einen Monat nach dem Rücktritt steigt weisser Rauch in den Vatikan-Himmel. Nach einem sehr kurzen Konklave ist der neue starke Mann gewählt: Papst Franziskus I. Der Neue begrüsst die Gläubigen auf dem Petersplatz mit einem schlichten «guten Abend». Die Wahl überrascht sogar Kircheninsider, gilt doch der 76-jährige Argentinier eher als stiller Aussenseiter.

Franziskus I. übernimmt das Zepter schwungvoll und schürt mit sympathischen und bescheidenen Auftritten grosse Hoffnungen bei Hunderttausenden von Gläubigen. Franziskus empfängt Obdachlose zum Frühstück, zeigt sich als grosser Fussballfan und fährt gerne mit dem ÖV.

Franziskus ist ein Papst der Armen. Er nimmt sie ernst und schenkt ihnen Kraft. Doch die grossen Erneuerungen in der Kirche lassen noch immer auf sich warten.

März: Was sonst noch geschah...

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      Bildlegende: 14 Jahre an der Macht: Hugo Chavez. Keystone

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