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Temperaturen von über 30 Grad sorgen aktuell für Ferienstimmung und Badespass. Doch die Spitzenwerte sind noch nicht erreicht. Bis Ende Woche legt der Sommer nochmals einen Gang zu. Vorsicht ist geboten, denn die Hitze hat auch ihre Tücken.

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Animation der Lufströmung von SRF Meteo

0:14 min, vom 24.7.2013

Der Sommer hat die Schweiz fest im Griff. Die Temperaturen klettern am Tag über 30 Grad, nachts fallen sie kaum unter 20. Und es wird noch wärmer.

Laut Christoph Siegrist von SRF Meteo wird es nach einer kurzen, gewitterbedingten Kühlung gegen Ende der Woche richtig heiss: «Am Wochenende werden Spitzenwerte von bis zu 36 Grad erwartet.»

Problematisch ist laut Siegrist dabei die aktuelle Trockenheit. «Man sieht an den Rissen im Boden, dass es zu wenig Feuchtigkeit hat. Bis Ende der Woche wird darum akute Waldbrandgefahr herrschen.»

Die Rekordwerte des Sommers vor zehn Jahren werden allerdings nicht erreicht. «Im Spitzensommer 2003 stieg das Thermometer auf 41 Grad», erinnert sich Siegrist. «Einen ganzen Monat lang wurden Werte um die 30 Grad gemessen.» Die jetzt gemessenen Werte seien für die Monate Juli und August normal.

Anstrengende Hitze

Für den Körper bedeuten hohe Temperaturen erhöhte Anstrengungen. Denn er versucht, seine eigene Temperatur auf 37 Grad zu halten. Es findet ein ständiger Ausgleich zwischen Wärmeabgabe und Wärmeproduktion statt, was den menschlichen Kreislauf fordert. Im Rekordsommer 2003 starben zwischen Juni und August 975 Personen mehr als im langjährigen Durchschnitt. Vor allem ältere Menschen waren betroffen.

Besser schützen

Die folgen des Hitzesommers 2003 veranlassten das Bundesamt für Gesundheit (BAG), eine Vielfalt an Empfehlungen zum Schutz vor Hitze abzugeben. Die wichtigsten Massnahmen sind:

  • Körperlich Anstrengungen vermeiden. Sportliche Aktivitäten und körperlich fordernde Arbeiten auf die Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Die Hitze so gut wie möglich aussperren. Das heisst tagsüber Fenster und Rollläden schliessen und nachts lüften.
  • Genug und in regelmässigen Abständen trinken. Mindestens 1,5 Liter am Tag. Weil der Körper über den Schweiss viel Salz verliert, sollte man darauf achten, ausreichend mit Mineralien versorgt zu sein.
  • Zum Essen eignen sich erfrischende Speisen, die viel Flüssigkeit enthalten, wie Salate, Früchte, Gemüse und auch Milchprodukte.
  • Eine kalte Dusche oder ein kaltes Tuch auf Stirn und Nacken hilft, die Körpertemperatur zu senken.