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Panorama Aber exakt, bitte schön!

Um für den Frühling bereit zu sein, werden dieser Tage die Schweizer Wanderwege in Schuss gebracht. Besondere Aufmerksamkeit schenken die Hunderten Freiwilligen den landauf, landab bekannten gelben Wegweisern. Diese putzen sie gründlich. Richtig gründlich.

Legende: Video Wenn, dann richtig abspielen. Laufzeit 0:34 Minuten.
Vom 25.04.2016.

Hunderte Freiwillige sind derzeit in wichtiger Mission in der heimischen Natur unterwegs: Auf dem 60'000 Kilometer langen Schweizer Wanderwegnetz ist der Frühlingsputz im Gang. Und was die Schweiz als Industrie- und später als Dienstleistungsnation gross gemacht hat, ist auch hier oberstes Gebot: Präzision. Ohne Kompromisse.

Das beweist Urban Ming, der mit Eimer, Lappen und Seifenwasser oberhalb des Lungernsees zugange ist. Eine gewissenhaftere Reinigung und Politur als die landauf, landab bekannten gelben Wegweiser dürften selbst die Vitrinen der Juweliere an der Zürcher Bahnhofstrasse nicht erfahren.

Legende: Video Aber exakt, bitte schön! abspielen. Laufzeit 0:06 Minuten.
Vom 25.04.2016.

Mit derselben Gewissenhaftigkeit nimmt sich Ming, auf dem Netz der Schweizer Wanderwege für den Bezirk Lungern verantwortlich, der Markierungen auf Randsteinen und an Bäumen an. Die weiss-rot-weissen Bemalungen für Bergwanderwege werden keineswegs achtlos aufgemalt. Feinsäuberlich klebt Ming vor der Bemalung die Ränder ab. «Sonst gibt das keine genaue Sache.»

Internationales Interesse am System der Schweizer Wanderwege

1500 Freiwillige sind auf den Schweizer Wanderwegen im Einsatz, koordiniert von Verantwortlichen in den Kantonen und Bezirken. Und dass die Schweizer selbst ihre Wanderwege mit einer Präzision in Schuss halten, die jedem Uhrmacher zu Ruhm gereichen würde, vermag offenbar zu beeindrucken. Unlängst hätten sich gar Delegationen aus Rumänien, Tunesien und China das System der Schweizer Wanderwege vor Ort angeschaut, berichtet deren Geschäftsleiter Miachael Roschi.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Vielen lieben Dank für die Bemühungen! Wir schätzen diese Arbeit sehr. Es ist halt unsere Elend, dass wir uns ständig verlaufen und eine Wanderung im Schnitt um 1/3 länger dauert, als auf dem Täfeli...
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Ich bin einer der vielen Tausend Wanderer, seit Jahren allüberall in unserem schönen Land unterwegs. Profitiere somit auch von den stets gut präparierten, beschilderten Wanderwegen. Dafür sei einmal allen "Heinzelmännchen" gedankt! Eine Arbeit die nicht immer einfach auszuführen ist, denn viele der weiß-rot-weißen und blauen Wege sind auf unwegsamen Gelände angelegt, sind mit Vorsicht zu begehen. Leider treffe ich hie und da auf wandernde Leute an, die kaum wander-tüchtig ausgerüstet sind.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Es wäre zu begrüssen, wenn es auch unter den vorläufig aufgenommenen Asylsuchenden und Flüchtlingen Freiwillige gäbe, die sich bereit erklärten, am Frühlingsputz der Schweizer Wanderwege mitzuhelfen. Sie würden so dem Gastland etwas zurückgeben für die freundliche Aufnahme und Betreuung. Dafür sorgen sollten halt die Flüchtlingsorganisationen und Asylbetreuungszentren. Für die Asylanten wäre dies eine willkommene Abwechslung und Verkürzung der Wartezeit.
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Sie können davon ausgehen, dass es tausende Flüchtlinge gibt, die sofort dabei sind. Es ist jedoch verboten, Flüchtlinge zu beschäftigen. Wer einen Zeitplan macht und aufhängt, bekommt dann ein Strafverfahren wegen Schwarzarbeit. Ich wüsste einige, die sich um solche Beschäftigungen reissen würden.
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