An Silvester drohen Feuerwerksverbote

Böller und Raketen an Silvester verboten: Im Tessin und in Teilen Graubündens darf wegen Waldbrandgefahr voraussichtlich kein Feuerwerk abgebrannt werden. Auch die Kantone St. Gallen und Wallis haben zu sorgfältigem Umgang mit Feuer aufgerufen.

Der Kanton Tessin hat wegen der anhaltenden Trockenheit ein absolutes Feuerverbot im Freien erlassen. An Silvester sei damit voraussichtlich auch das Abbrennen von Feuerwerken im ganzen Kanton verboten, heisst es beim zuständigen kantonalen Amt. Nur mit Bewilligung dürfe Feuerwerk gezündet werden.

Bündner Karte.

Bildlegende: Absolutes Feuerverbot in den Südtälern. Im Engadin ist Feuer nur auf fest eingerichteten Feuerstellen erlaubt. (28.12.) gr.ch

In Absprache mit dem Kanton Tessin belegte Graubünden derweil das Misox, das Calancatal, das Bergell und das Puschlav mit einem absoluten Feuerverbot. Das bereits bestehende Verbot auf der Alpensüdseite wurde um das Münstertal und die Sonnenseite des Engadins erweitert. Ausgenommen davon ist die Talschaft Samnaun.

Die Bündner Behörden warnen vor einer grossen Gefahr von Wald- und Flurbränden, vor allem im Hinblick auf die Silvesterfeiern. Selbst bei tiefen Temperaturen würden dürres Gras und trockene Stauden leicht in Brand geraten – vorab dann, wenn der nächtliche Raureif tagsüber abtrockne.

Vorsicht auch in St. Gallen und im Wallis

Die Brandgefahr beschränkt sich in Graubünden nicht auf den südlichen Kantonsteil. Auch auf der Alpennordseite sei die Waldbrandgefahr an schneefreien und insbesondere an besonnten Lagen erheblich, schrieben die Behörden.

Auch die Kantone St. Gallen und Wallis riefen vergangene Woche zu Vorsicht mit offenen Feuern und Feuerwerk auf. Verbote erliessen sie bisher nicht. In den übrigen Deutschschweizer Gebieten herrscht keine oder nur geringe Waldbrandgefahr.