Anstehen vor dem Bitcoin-Geldautomaten

Eine virtuelle Währung erreicht die reale Welt: Im kanadischen Vancouver steht der erste Bitcoin-Geldautomat. Die Währung ist eine Antwort auf die Finanzkrise.

Ein Mann beim Automaten lässt sich für 20 Dollar Bitcoins gutschreiben.

Bildlegende: Bitcoins statt Dollars. Nicht nur in Vancouver, auch in Berlin und San Francisco ist die Währung hoch im Kurs. Reuters

Der erste Bitcoin-Geldautomat ist da – in Vancouver gleich neben einem Coffeeshop, in dem man mit Bitcoins bezahlen kann. Am Automaten können Bitcoin-Besitzer kanadische Dollar im Tausch gegen die Internetwährung abheben oder einzahlen.

Kaum eingeweiht, bildete sich sogleich eine Menschenschlange vor dem Automaten. Vancouver hat eine lebendige Internetszene – entsprechend beliebt ist dort die virtuelle Währung.

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Es geht auch ganz ohne Scheine

0:25 min, vom 30.10.2013

Eine Idee wird gross

Bitcoin wurden 2009 von einem unbekannten Programmierer erfunden. Er wollte damals eine Währung ins Leben rufen, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten ist.

Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, die maximale Geldmenge ist begrenzt. Nutzer können die Währung als virtuelle Guthaben erwerben. Der Wechselkurs zu echtem Geld wird täglich errechnet.

Mittlerweile akzeptieren nicht nur einige Onlineshops und Internetdienstleister Bitcoin als Zahlungsmittel, auch in immer mehr Läden lässt sich mit der Währung bezahlen. Ein wichtiger Hotspot dafür ist neben San Francisco auch Berlin.