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Panorama Bagger brechen antike Pyramide ab

Immobilien-Unternehmer haben in der Nähe von Lima eine 4000 Jahre alte Pyramide zerstören lassen. Die Stätte «El Paraíso» ist in den 1960er Jahren erstmals von einem Schweizer Archäologen untersucht worden.

El Paraiso
Legende: Die Pyramide liegt am Stadtrand von Lima. Reuters

Das Kulturministerium hat Strafanzeige gegen zwei Baufirmen gestellt, die für die Zerstörung der sechs Meter hohen Pyramide der Stätte «El Paraíso» verantwortlich gemacht werden.

Der Chefarchäologe von «El Paraíso» spricht von irreparablen Schäden: «Wir werden nicht mehr feststellen können, was für Materialien sich in der Pyramide befanden und wie sich die Gesellschaft zur Zeit des Baus verhielt.»

Grosse Anlage mit mehreren Pyramiden

Seit dem Vorfall sind zehn Polizisten zur ständigen Bewachung des Fundortes im Norden der Hauptstadt Lima abgestellt. Illegale Schweinezüchter und Immobilienspekulanten gefährden die Erhaltung der Stätte.

Der 64 Hektaren grosse Komplex von «El Paraíso» aus der Zeit vor den Inkas wurde erstmals von dem Schweizer Archäologen Fréderic Engel in den 1960er Jahren studiert. Bei den aktuellen Restaurierungsarbeiten wurden bislang zwölf Pyramiden entdeckt.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Benito Boari, Lima
    Primitive Gier nach Gewinn und abschätziges Benehmen Dingen gegenüber die den eigenen Zielen im Weg stehen bringen mein Blut zum kochen: "El Paraiso" scheint unwiderbringlich verloren. Trotzdem bin ich überrascht wie gleichgültig die Nachricht hier in Lima aufgenommen wird. Geschichte wird in Peru weniger mit Hochkultur, als mit Elend und Unterdrueckung in Verbindung gebracht. Was interessiert ist spürbarer Fortschritt für alle, neue Symbole der Hoffnung, Shoppingmalls, zum Beispiel.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Warum "Ausrufen".. wieviel "Antikes" wurde alleine in der CH wegen des Baumaterials eliminiert, als man noch nicht Geld noch Wissen hatte, Altes zu erhalten... Und wir haben uns doch noch nie fuer eine Bananenrepublik gehalten oder? (Natuerlich ist es eine Schande, aber man soll nicht den Esel blamieren sondern den Besitzer des Esels!)
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  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Mit dem Bagger zerstören, oder einen Stein davon aus den Ferien mitnehmen - so gross ist der Unterschied dann auch nicht mehr.
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