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Panorama Britischer Bischof bekennt sich zur Homosexualität

Erstmals hat sich ein Bischof der anglikanischen Kirche öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Nicht ganz freiwillig. Eine Sonntagszeitung plante einen Bericht über seine sexuelle Orientierung.

In England hat sich erstmals ein Bischof der anglikanischen Kirche öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. In einem «Guardian»-Interview, Link öffnet in einem neuen Fenster erklärte Nicholas Chamberlain, Bischof von Grantham, er lebe in einer «enthaltsamen» Partnerschaft mit einem Mann.

Nicholas Chamberlain
Legende: Sein Coming-out sorgt für heftige Diskussionen: Nicholas Chamberlain. The Guardian

Als Statement für eine Modernisierung der Kirche wollte Chamberlain sein Coming-out aber nicht verstanden wissen. «Es war nicht meine Entscheidung, eine grosse Sache aus meinem Coming-out zu machen», sagte er dem «Guardian». Er habe sich dazu entschlossen, weil eine Sonntagszeitung damit gedroht habe, über seine sexuelle Orientierung zu berichten.

Er habe sein Schwulsein nie versteckt. Auch der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, habe vor seiner Weihe zum Bischof darüber Bescheid gewusst.

Der «Church of England» droht eine Zerreissprobe zwischen liberalen Kräften, die eine Öffnung der Kirche für gleichgeschlechtliche Partnerschaften fordern und konservativen Kreisen, die mit Abspaltung drohen.

Offiziell dürfen Priester der «Church of England» keine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen und werden dazu angehalten, ihre sexuelle Neigung nicht auszuleben. Immer mehr Priester outen sich aber inzwischen und setzen sich über die Verbote hinweg.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Besten Dank für den Treppenhauswitz aus der Abteilung "Religion"! Doch schön, gibt es bei all den Problemen auf der Welt, auch etwas zum schmunzeln. Ausserdem ist in China ein Sack Reis umgefallen.
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    1. Antwort von Bernd Kulawik (Bernd K.)
      Naja, so witzig ist das Ganze vielleicht doch nicht: Wenn man sich überlegt, dass ein Mensch einen anderen nicht lieben dürfen soll, weil das irgendwelche Leute vor Jahrtausenden mal aufgeschrieben haben – und andererseits hat niemand ein Problem damit, dass er dabei angeblich den Regeln eines unsichtbaren Freundes im Himmel folgt, dessen Autobiographie (Bibel) vor mörderischer Gewalt (in seinem Namen), Sex und Crime nur so strotzt, der allein laut Bibel ca. 2 Mio. Menschen umgebracht hat …?
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    2. Antwort von René Balli (René Balli)
      Deshalb bin ich ja vor langer Zeit aus diesem Verein ausgetreten, geehrter Herr Kulawik! Sie haben mich völlig missverstanden und bin mit Ihnen einig. Ich rede hier ausdrücklich von Religion und nicht vom Glauben, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Glauben tun wir alle, auch die Nichtgläubigen, Religion ist aber ein Witz, wie eben die Heiligsprechung einer Spendenempfängerin. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Sonntag!
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    3. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Das mit dem Sack erschuettert mich nun wirklich!!!!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Na und, hat mal einer gesagt was man nicht benuetze, werde nicht gebraucht.. auch ein Priester, der sich in Familienangelegenheiten einmischen wollte... und den ich gefragt habe wie ER mit seinen Beduerfnissen umgehe.. auch ER hat gelogen.. Mann/Frau hat Hormone.. gegeben von Gott (wenn es einen Glaeubigen betrifft), ansonst ein natuerlicher Standart beim Mensch..Zu einer Neigung zu stehen.. na da brauchts den ganzen Mann.. und.. was ist dabei.. solange er mich nicht anmacht....
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "er lebe in einer «enthaltsamen» Partnerschaft mit einem Mann." Ohne big brother wird ihm auch niemand etwas anderes nachweisen können.
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