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Chaos in Norddeutschland Sturmtief «Xavier» fordert sieben Todesopfer

Legende: Video Sturm «Xavier» abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus 10vor10 vom 05.10.2017.
  • Sturmtief «Xavier» hat am Donnerstag in Deutschland sieben Todesopfer gefordert. Zahlreiche Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
  • In Norden des Landes kam der Bahnverkehr teils vollständig zum Erliegen. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen fuhr kein einziger Zug mehr, wie die Deutsche Bahn meldete.
  • Grund dafür sind umgestürzte Bäume auf Schienen und Fahrleitungen.
  • Der Bahnverkehr wird auch heute Freitag stark beeinträchtigt sein.

Allein im Land Brandenburg starben vier Menschen in ihren Fahrzeugen, wie ein Polizeisprecher in Potsdam sagte. Zuvor waren bereits in Hamburg eine im Auto sitzende Frau sowie ein Lastwagenfahrer von Bäumen erschlagen worden.

Im Norden und Osten Deutschlands kam vielerorts der Verkehr zum Erliegen. Die Rettungskräfte forderten die Menschen auf, sicherheitshalber zu Hause zu bleiben. Die Schäden dürften in die Millionenhöhe gehen.

Aus vielen Orten meldete die Polizei Verkehrsunfälle mit Verletzten. Genaue Zahlen zu den Verletzten und nähere Angaben zur Schwere der Verletzungen lagen in den meisten Fällen noch nicht vor; zahlreiche Einsätze liefen auch Stunden nach Beginn des ersten grösseren Herbststurms des Jahres noch auf Hochtouren.

Zugverkehr eingestellt

Die Deutsche Bahn stellte aus Sicherheitsgründen in ganz Norddeutschland und weiten Teilen Ostdeutschlands den Zugverkehr vollständig ein, auf zahlreichen Strecken stürzten Bäume und Äste auf Schienen und Oberleitungen.

Von «Xavier» betroffen sind zahlreiche Bundesländer von Niedersachsen und Hamburg bis nach Brandenburg, Berlin Sachsen-Anhalt und Sachsen. In Berlin stellte die S-Bahn den Zugverkehr im gesamten Netz ein.

Ein Schienenersatzverkehr konnte wegen des Unwetters zunächst nicht eingerichtet werden. Ausserdem wurden der Strassenbahnverkehr sowie der U-Bahnverkehr im Bereich der oberirdischen Streckenabschnitte eingestellt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (PalleKalle)
    Irgendwie interessant. Viele deutsche „Freunde“ haben mir nach IRMA etwas süffisant geschrieben: kein Wunder bei der Bauweise in FL. Nun frage ich mich was passiert wenn eine IRMA oder AMRI über Europa hinwegfegen würde.
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    1. Antwort von Bruno Polli (Pittbull)
      Vermutlich meinten Sie den Hurrikan Maria. Gute Frage... wenn man bedenkt dass die Böen (Intensität während 1min.gemessen) bei Irma bis zu 295 km/h und bei Maria bis 280 km/h gingen. Die meisten Todesfälle sind bei den Hurrikans aber den Uberflutungen und nicht unbedingt dem Wind zuzuschreiben. Bei uns z.b. fielen in 24 Std beinahe 1/3 der gesamten Jahresmenge Wasser von Zürich im Jahr 2016.
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