China auf dem Sprung zum Mond

China hat einen weiteren Sprung im All gemacht. Drei Astronauten kehrten nach 15 Tagen an Bord der «Shenzhou 10» sicher zur Erde zurück – nach dem bisher längsten bemannten Raumflug in der Geschichte ihres Landes. Demnächst nimmt China nun den Mond ins Visier. Und auch dann ist noch nicht Schluss.

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Sichere Landung in der Wüste

0:56 min, vom 26.6.2013

Drei chinesische Astronauten sind nach 15 Tagen im All sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Raumschiff «Shenzhou 10» schwebte bei starkem Wind an einem Fallschirm zur Erde. In einer grossen Staubwolke schlug das Raumschiff im Grasland von Amugulang in der Inneren Mongolei auf. 

Für die junge Raumfahrernation China ist der Flug ein weiterer Meilenstein. Es war der längste bemannte Raumflug in der Geschichte des Landes. Er beendete zudem die Testphase für ein weiteres ehrgeiziges Projekt: den Bau einer Raumstation bis 2020. Mit dem Auslaufen der internationalen Raumstation ISS wäre China dann das  einzige Land mit Aussenposten im All. 

Die drei Taikonauten nach ihrer Landung in der Inneren Mongolei im Norden Chinas.

Bildlegende: Glücklich zur Erde zurückgekehrt: Die drei Taikonauten nach ihrer Landung in der Inneren Mongolei im Norden Chinas. Keystone

An Bord der «Shenzhou 10» waren drei Taikonauten: Kommandant Nie Haisheng, die zweite Chinesin im All, Wang Yaping, und Zhang Xiaoguang. Alle drei kletterten gut eineinhalb Stunden nach der Landung aus der Kapsel und winkten in die Kameras.

Als nächstes will China wohl noch dieses Jahr ein unbemanntes Raumschiff zum Mond schicken und ein Fahrzeug auf dem Erdtrabanten absetzen. Ihm soll 2017 ein weiterer Mondrover folgen, der sogar auch Gesteinsproben zurück zur Erde bringen soll.