Chinesische Version von «Skyfall» sorgt für Proteste

James Bond ist weltbekannt. Doch in China bleiben die Methoden des britischen Agenten teilweise geheim. Das chinesische Publikum bekommt nur eine zensierte Version zu sehen – Bond-Liebhaber sind entrüstet.

Die Zensur in China beschränkt sich offenbar nicht nur auf moderne Kommunikationsmittel, sondern auch auf die Filmbranche. Der James-Bond-Streifen «Skyfall» gibt es nur in einer modifizierten Version.

Filmszene aus dem James-Bond-Streifen «Skyfall».

Bildlegende: Manche Szenen von «Skyfall» sind der chinesischen Zensur zum Opfer gefallen. Keystone

Der Zensur zum Opfer fiel beispielsweise die Szene, in der ein französischer Profikiller einen chinesischen Wachmann in einem Wolkenkratzer in Shanghai tötet. «Haben sie Angst vor einem Nachahmungseffekt?», fragte eine Zuschauerin. Wenn solche Szenen weggeschnitten würden, solle der Film nicht importiert werden.

Auch beim Dialog eingegriffen

Die chinesischen Untertitel entsprechen oft nicht dem echten Text, kritisierten Blogger. Beseitigt wurde auch eine Anspielung Bonds über Prostitution in Macao sowie ein Bericht des von Javier Bardem gespielten Film-Bösewichts über Folter durch chinesische Einsatzkräfte.

Die Zensurregeln in China sind undurchsichtig. Wenn ein Film nicht ein besonders schmeichelndes Bild des chinesischen Volkes zeigt, ist es selten, dass dieser die Prüfung durch die mächtige Radio-, Kino- und Fernsehaufsichtsbehörde unbeschadet übersteht.