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Panorama Das Fasten hat ein Ende

Einen Monat lang tagsüber keine Nahrung, kein Wasser und keine Zigaretten. Das ist für Muslime weltweit nun vorbei. Nach dem Ramadan folgt das grosse Fest – aber es wird vielerorts von Gewalt überschattet. Auch in Ägypten ging die Polizei zu weit.

Legende: Video «Muslime begehen das Ende des Ramadans in Mekka» abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Vom 17.07.2015.

Nach einem Monat Fasten ist für Millionen Muslime auf der ganzen Welt der Ramadan zu Ende gegangen. In den meisten islamischen Ländern endet die Fastenzeit am Donnerstag mit dem Sonnenuntergang.

Nach dieser Zeit der Entbehrungen, in der die weltweit etwa 1,6 Milliarden Gläubigen tagsüber weder essen noch trinken oder rauchen durften, beginnt das dreitägige Fest Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens).

IS-Terrormiliz lässt Menschen auspeitschen

In vielen Ländern wurde der Ramadan allerdings von Gewalt überschattet. In Syrien, Libyen, dem Irak und im Jemen herrschen Bürgerkriege. Nach Angaben von Aktivisten bestrafte die Terrormiliz IS in Syrien während des Fastenmonats 94 Menschen drakonisch, weil sie tagsüber etwas gegessen hätten. Die Opfer seien dafür an zentralen Strassen und Plätzen einen Tag lang an Kreuze gebunden und dann in Eisenkäfige gesperrt sowie ausgepeitscht worden.

In Ägypten wurden Berichten zufolge 25 Menschen von der Polizei festgenommen, weil sie in der Öffentlichkeit assen und tranken. Das Innenministerium musste einschreiten und erklären, dass es kein Gesetz gebe, das dies verbiete. Die Menschen wurden freigelassen.

Heisses Wetter macht Fasten noch schwieriger

In vielen Ländern machten den Gläubigen in diesem Jahr auch hohe Temperaturen zu schaffen. Im Irak etwa kletterten die Temperaturen auf mehr als 45 Grad. Viele Geschäftsinhaber stellten öffentliche Duschen auf, damit sich die Menschen abkühlen konnten.

Beim nun folgenden Fest des Fastenbrechens werden Kinder traditionell mit Süssigkeiten beschenkt – daher kommt auch die in der Türkei gebräuchliche Bezeichnung Zuckerfest (Seker Bayrami).

Die Türken nutzen die dreitägigen Feiertage vor allem für Verwandtenbesuche oder einen Kurzurlaub. Vor allem Beamte dürfen sich dieses Jahr freuen. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte vergangene Woche überraschend, Staatsbedienstete hätten schon ab Donnerstag frei.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Weltweit keine Rasse/Ethnie, welche nicht jahrein/jahraus keine Traditionen und Bräuche pflegt. Teils regional begrenzt. Viele davon religiös/kulturell, andere politisch/historisch motiviert. Wie eintönig und leer wäre menschliches Dasein ohne. Andererseits stört mich sehr, wie solche Ereignisse "verkommerzialisiert" werden. So hat Weihnachten hier schon längst nichts mehr mit einem religiösen Fest und „silent night“ zu tun. Ab Sept. steht der Weihnachtsschrott wieder zum Verkauf feil :-((
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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Die Wahrheit hört niemand gern, sie stört eben das tolle Bild.
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  • Kommentar von jc heusser, erstfeld
    Wie kann eine "Religion" einen solchen "Schwachsinn" predigen?
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    1. Antwort von Beat Brüggee, Altendorf
      Wir feiern christi-tot mit Hasen und Eier, und Christis-Geburt mit Tannenbäumen! Ich denke dass ist der grösste Schwachsinn..
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    2. Antwort von W.Ineichen, Luzern
      Herr Brügge: Sie zeigen, dass Sie gar keine Ahnung haben, was Ostern ist! Nicht der Tod Christi sondern sein Auferstehung wird gefeiert.
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    3. Antwort von P. Manser, St. Gallen
      Nana Christbaum und Hase sind heidnische (keltische) Symbolik. Komischerweise feierten die Urvölker am 22.12 die Wintersonnenwende mit einem Baum. Das gleiche gilt für Ostern. Der Osterbaum ist auch noch verbreitet und der Hase sowie das EI galt schon immer als Fruchtbarkeitsymbol. Viele christliche Daten/Bräuche haben mehr mit den alten Keltischen/Allemannischen Daten/Bräuchen zu tun als mit dem Christentum. Sie wurden einfach übernommen und integriert. Nur sind sich dies die wenigsten bewusst.
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    4. Antwort von Fritz Bühler, Schwyz
      Wenn wir uns einigen könnten, dass alle Religionen sehr oft "Schwachsinnige" Rituale von Ihren Gläubigen verlangen, währen wir der Wahrheit schon etwas näher gekommen. Und das nur um die Menschen zu kontrollieren. Und weil wir alle den Geboten, Vorschriften und Gesetzen der Religionen nicht genügen können, fühlen sich die Gläubigen dauernd als unwürdige Sünder. Das zwingt diese dann dazu, permament bei den Pristern um Vergebung für Ihr Versagen zu bitten. Kreis geschlossen. Macht zementiert.
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    5. Antwort von W. Pip, Züri
      Religion IST Schwachsinn. Immer. Egal welche.
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