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Panorama Drogen statt Ebola: Afrikaner stirbt an Madrider Flughafen

Auf dem Madrider Flughafen ist ein Afrikaner gestorben. Weil die Rettungskräfte Angst vor Ebola hatten, wurde der Mann nicht rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht. Ebola hatte der Mann nicht – er starb an geplatzten Drogenbeutelchen im Magen.

Terminal des Madrider Flughafens.
Legende: Der Mann brach am Madrider Flughafen zusammen. Reuters

Der Afrikaner war auf dem Flughafen in Madrid zusammengebrochen. Wie die Zeitung «El Mundo» meldete, stammte der Mann aus Nigeria. Die Rettungskräfte tippten auf Ebola und alarmierten deswegen ein Expertenteam mit Schutzanzügen.

Bis zu dessen Eintreffen vergingen nach Darstellung des Blattes mehr als 50 Minuten. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Nigerianer nicht an Ebola litt, sondern ein Drogenschmuggler war, der mit Kokain gefüllte Plastikkugeln verschluckt hatte. Eine oder mehrere Kugeln waren im Körper des Mannes aufgeplatzt.

Die Behörden bestätigten den Zwischenfall, der sich bereits am vergangenen Wochenende ereignet hatte. Sie machten aber keine Angaben darüber, wie viel Zeit bis zum Eintreffen des Expertenteams vergangen war.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Maruhn, Düren
    Dieser Einzelfall ist äußerst bedauerlich. Ein Weltenbummler, der in einer geschichtsträchigen sowie gobalbekannten Stadt sein einziges verliert. Auf die nigerianer Menükarte ist kein Verlass, was in der Küche produziert und verabreicht wird. Kann seiner Familie Hilfe geleistet werden , z.B. materielle Dankbarkeitsbezeugungen ?
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  • Kommentar von Daniel Kurmann, Basel
    Meine Herren! Die Paar Gramm, die dieser verzweifelte Mensch geschmuggelt hat, hätten den Kokainpreis jetzt auch nicht ins Bodenlose fallen lassen und damit unsere Jugend zu einem Drogenkonsum angeregt, den sie sonst nicht gemacht hätten. Natürlich ist es eine Straftat, aber nicht gerade Todesstrafenwürdig. Die Nachricht hier ist, dass ein verzweifelter Mensch hier in Europa elendig verreckt, weil ihm niemand hilft. Und dass Sie sich darüber freuen.
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    1. Antwort von M. Hediger, Aarau
      Daniel Kurmann: Sie nehmen tatsächlich einen Drogenkurier in Schutz? Unglaublich!
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    2. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      M.Hediger.. er hat schon irgendwie recht.. es koennte ja auch sein, dass er zu Kurierdiensten gezwungen wurde.. (wenn Du das nicht machst bringen wir deine Angehoerigen um...) oder so.. ist alles moeglich, und an Kurmann... die Menge an Drogen ist zT erheblich, die im Magen geschmuggelt werden kann!!!!
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    3. Antwort von Daniel Kurmann, Basel
      @hediger: Was ich meine ist, dass es einen Unterschied gibt zwischen etwas nicht gut finden, und sich darüber freuen, wenn jemand stirbt. Drogen schmuggeln ist ein Verbrechen, und ich habe auch kein Problem damit, wenn Sie sich öffentlich freuen, wenn ein Drogenschmuggler eingesperrt wird. Aber dass hier öffentlich gejubelt wird, wenn jemand stirbt, das widerspricht doch meinem Rechtsempfinden. Finden Sie, dass dieser Mensch für seine Handlung den Tod verdient hat? Ich nicht.
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  • Kommentar von Alfons Wilbert, Crisnee, Belgium
    Also hat die Panik um Ebola doch Auch eine gute Seite!! So hat Ebola, oder genauer die Panik davor, plötzlich jede Menge Leben gerettet Jetzt warte Ich aber nur noch gespannt wann die Familie des gestorbenen Drogenkuriers die Behörden auf Schadenersatz verklagen werden!! Verkehrte Welt!!
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Mein erster Gedanke!!!! Da hat der "Bruder Schnitter" den richtigen erwischt und hat uU verhindert dass junge Menschen zu Sucht verfuehrt werden
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