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Panorama Ein Lebensraum auf dem Rückzug – der Aralsee verkümmert

Vor einem halben Jahrhundert hatte der Aralsee noch die Grösse der Schweiz. Ein beispielloser Eingriff liess den einst viertgrössten Binnensee der Welt verkümmern. Bilder der Nasa dokumentieren die dramatischen Ausmasse des Wasserschwunds seit der Jahrtausendwende.

In den 1960er-Jahren nahm die Sowjetunion ein ökologisches Jahrhundert-Projekt in Angriff: Die ausgedörrten Steppen der zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan sollten fruchtbar gemacht werden. Zu diesem Zweck liess das Regime die Zuflüsse das Aral-Sees umleiten, aus Wüsten wurden blühende Landschaften.

Eine Aufnahme von 2010 zeigt eine Reihe an abgewrackten Schiffsruinen.
Legende: Wo einst ein stolzes Gewässer war, liegt heute ein Schiffsfriedhof. Reuters

Die Kehrseite des beispiellosen Eingriffs in die Natur: Eine der grössten je vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen. Die landwirtschaftliche Nutzung und die Verlandung liessen das abflusslose Gewässer, samt den umliegenden Uferregionen, versalzen.

Das durch Pestizide und Dünger verunreinigte Salzwasser verdunstete – dies hatte gesundheitliche Folgen für Flora und Fauna, die vergleichbar mit denjenigen des Reaktorunfalls in Tschernobyl sind.

Heute ist eine gigantische, ausgetrocknete Tiefebene stummer Zeuge einstiger Grösse.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Macht euch die Erde zum Untertan, macht sie zum Paradiese aber tötet sie nicht - wer Untertanen züchtet , der züchtet Fatalismus und Tod, weil jeder Untertan eine kranke Seele bekommt und daran verstirbt . Was in Millionen Jahren die Evolution geschaffen hat, wollen die Barbaren in 1000 Jahren mit Machtplänen zerstören. Kreativität und Vielfalt gedeiht nur in absoluter Freiheit , wahrlich ich sage euch, kein Stein wird auf dem anderen bleiben wenn der Wachstumswahnsinn so weiter geht .
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Geld regiert die Welt.. NEIN! Geld zerstoert die Welt...aber man sehe die positive Seite, wenn mal alles vergiftet und vertrocknet ist wird auch der groesste und gefaehrlichste Raeuber dieser Welt verschwinden und neues Leben wird sich breit machen..ohne den Menschen! Begonnen hat es schon... Sahel.. el nino ... Aral... undundund! Kommen tut mehr.. schgneller als gedacht... man erinnere sich meiner Worte!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Das wissen wir doch schon seit dem Club of Rome in den 70-er: "Die Grenzen des Wachstums". Aber wer las das schon? Zwar noch etwas korrekturbedürftig, aber die Richtung stimmte schon damals.
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