Ein Museum für die Kommunismus-Opfer

In der US-Hauptstadt Washington soll ein mehrere Millionen Dollar teures Museum entstehen – genau 100 Jahre nach der bolschewistischen Revolution in Russland. Es soll den Opfern des Kommunismus weltweit gedenken.

Menschen drängen sich um gefallene Stalin-Statue in Ungarn

Bildlegende: Die gefallene Statue des sowjetischen Diktators Josef Stalin in Budapest (Ungarn) 1956. Keystone

Der Kommunismus bekommt ein internationales Museum: In der US-Hauptstadt Washington soll ein Bau von mehreren Millionen Dollar im Zentrum der Stadt entstehen.

Genau 100 Jahre nach der bolschewistischen Revolution in Russland soll das Museum 2017 eröffnet werden. Es soll laut der Stiftung «Victims of Communism» den «mehr als 100 Millionen Opfern kommunistischer Regimes in aller Welt gedenken». Die gemeinnützige Organisation wurde 1993 vom US-Kongress und dem Präsidenten Bill Clinton ins Leben gerufen.

Regierungen, Einzelspendern, Unternehmen und anderen Stiftungen folgt nun eine Machbarkeitsstudie. Ungarns Regierung habe eine Million Dollar gespendet. «Autoritäre, kommunistische Ein-Parteien-Regime unterdrücken und töten Menschen von Peking bis Caracas. Diese Ideologie ist kein Relikt aus der Vergangenheit», sagte Marion Smith, die Direktorin der Stiftung.