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Panorama Eine Million für neue Präparate-Gläser in Basler Museum

Das Naturhistorische Museum Basel muss seine Tierpräparate umfüllen. Weil die alten Gefässe undicht sind, droht eine schleichende Zerstörung der Präparate. Beim Umfüllen kommt dabei ein alter Kniff zum Einsatz.

Das Naturhistorische Museum Basel will seine in Alkohol konservierten Tierpräparate vor schleichender Zerstörung bewahren: Als erstes grosses Schweizer Museum hat es begonnen, die rund 10'000 Sammlungsobjekte in bessere Gläser umzufüllen.

Chefpräparator Christoph Meier bestätigte einen Bericht der Zeitschrift «Tierwelt». Die Qualität der Präparate in der Nasspräparate-Sammlung – Amphibien, Fische, Reptilien, Insekten und anderes – ist gefährdet. Denn die Gläser entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik.

Erwärmte Deckel sorgen für Unterdruck

Früher wurden die Tierpräparate einfach in Gläser gesteckt und diese mit Alkohol aufgefüllt. Schwachstelle dabei ist laut Meier der Verschluss: Ist er undicht, kann Flüssigkeit verdunsten, oder eindringende Luft kann zu Problemen führen.

Um die Gefässe dicht verschliessen zu können, soll ein altes Verfahren wieder aufleben: Die Deckel werden beim Verschliessen erwärmt – beim Abkühlen entsteht dann im Glasinnern Unterdruck, was den Verschluss aufs Gefäss drückt. Dazwischen kommt Schlifffett.

Die Umfüllaktion braucht jedoch Geld und Zeit. Allein die Anschaffungskosten für die Gläser dürften sich auf eine Million Franken belaufen, sagt Meier.

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