Eklat im EU-Parlament: Präsident wirft Rassisten raus

Irgendwann platzt auch der geduldigsten Person der Kragen: So geschehen im EU-Parlament. Präsident Martin Schulz hat einen griechischen Abgeordneten aus der Plenarsitzung geworfen. Grund: Er hatte Türken als «Barbaren» und «Dreckskerle» bezeichnet.

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EU-Parlamentspräsident Schulz greift durch

3:29 min, vom 9.3.2016

Zu viel ist zu viel: Wegen rassistischer Äusserungen hat der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, die Notbremse gezogen. Er hat einen griechischen Abgeordneten aus der Sitzung des Plenums geworfen.

«Mit mir nicht»

Der fraktionslose Eleftherios Synadinos hatte während der Debatte über den EU-Türkei-Gipfel den «Türken» als «Barbaren» und «Dreckskerl» beschimpft. «Der einzige effektive Weg, mit dem Türken umzugehen, ist mit der Faust und mit Entschlossenheit», sagte Synadinos. Der Politiker ist Mitglied der rechtsextremistischen und ausländerfeindlichen griechischen Partei «Goldene Morgenröte».

Das Parlament müsse darauf mit einer grundsätzlichen Entscheidung reagieren, sagte Schulz. Er befürchte, dass mit solchen Äusserungen systematisch versucht werde, den Rassismus im Parlament salonfähig zu machen. «Mit mir nicht», so Schulz.