Fast drei Millionen für ein Liebermann-Bild

Das Bild «Zwei Reiter am Strand» vom deutschen Impressionisten Max Liebermann ist in London für 1,9 Millionen Pfund unter den Hammer gekommen. Dies erstaunt umso mehr, als es erst im Mai dieses Jahres zum rechtmässigen Besitzer zurückgefunden hat.

Als Nazi-Raubkunst eingestuft: «Zwei Reiter am Strand».

Bildlegende: Als Nazi-Raubkunst eingestuft: «Zwei Reiter am Strand». Wikipedia

Ein Bild aus der umstrittenen Sammlung von Cornelius Gurlitt ist in London versteigert worden. Das Gemälde «Zwei Reiter am Strand» von Max Liebermann kam für 1,9 Millionen Pfund (knapp 2,8 Millionen Franken) im Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer.

Erst im Mai war das Gemälde, das von der Taskforce Schwabinger Kunstfund als Nazi-Raubkunst eingestuft worden war, zu seinen rechtmässigen Besitzern zurückgekehrt.

Ein New Yorker Anwalt hatte das Werk des Berliner Malers schon frühzeitig für sich und seinen Bruder zurückgefordert. Im März 2014 hatte er gar die Bundesrepublik Deutschland und Bayern vor einem Gericht in Washington verklagt – wegen Kunstraubes durch die Nazis. Er habe mit 14 Jahren aus Deutschland fliehen müssen. Am 13. Mai 2015 bekam das Gemälde nach langem Hin und Her zurück.