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Starke Porträts Fotograf Peter Klaunzer zeigt Verdingkinder

Ausbeutung, Misshandlung, Missbrauch. Der Liechtensteiner Fotograf bewahrt ein Stück Schweizer Geschichte vor dem Vergessen.

  • Peter Klaunzer hat 25 ehemalige Verdingkinder porträtiert.
  • Die eindrücklichen Aufnahmen entstanden während 1,5 Jahren.
  • Die Bilder sind im Rahmen einer Ausstellung im Berner Polit-Forum Käfigturm zu sehen.

Die Idee zu den Bildern kam Klaunzer Ende 2014, als er für die Fotoagentur Keystone die Einreichung der Wiedergutmachungsinitiative auf dem Bundesplatz fotografierte. Er kam erstmalig mit ehemaligen Heim- und Verdingkindern in Kontakt und er sah, wie ihr schwieriges Leben Spuren im Gesicht hinterlassen hatte.

Die ganze Geschichte

«Ich konnte sehen, dass mit diesen Menschen etwas geschehen ist. Zwar nicht was, aber das etwas passiert war. Ich wollte wissen, was hinter diesen Gesichtern steckt», sagt Klaunzer gegenüber «Glanz & Gloria».

Wichtig sei ihm gewesen, sich für die Porträts Zeit zu nehmen. «Ich wollte die ehemaligen Verdingkinder in ihrem Umfeld fotografieren und ihre Geschichte erfahren», sagt der Fotograf.

Was sind Verdingkinder?

Verdingkinder, meistens Waisen und Scheidungskinder, wurden von 1800 bis in die 1980er-Jahre von den Eltern weggegeben oder von Behörden den Eltern weggenommen und Interessierten öffentlich feilgeboten. Die Kinder wurden oft auf einem Verdingmarkt versteigert. Den Zuspruch bekam jene Familie, die am wenigsten Kostgeld verlangte.

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