Fusel als Edeltropfen verkauft

Die italienischen Behörden haben mehr als 165'000 Flaschen billigen Rotweins beschlagnahmt, der als toskanisches Spitzenprodukt angeboten wurde. Den entscheidenden Tipp lieferte ein örtlicher Winzer.

Vier Flaschen Rotwein mit der Bezeichnung Brunello di  Montalcino.

Bildlegende: Im Mai wurden 30'000 Liter falscher Brunello di Montalcino und Chianti beschlagnahmt. Keystone

Liebhaber von Weinen aus der Toskana aufgepasst: Nicht immer ist das drin, was drauf steht. Über 165'000 Flaschen Brunello di Montalcino sowie Rosso di Montalcino wurden von der italienischen Steuerpolizei als Fälschung aus dem Verkehr gezogen.

Hinter dem Betrug soll ein als Berater auftretender Mann stecken, der Dokumente und Online-Zertifikate gefälscht habe. Diese hätten es ihm erlaubt, Weintrauben von geringer Qualität als hochwertig anzubieten, hiess es. Aufgeflogen ist der Schwindel nach einem Hinweis von einem Konkurrenten.

Zudem habe der Verdächtige 350'000 Euro vom Online-Konto eines Weinproduzenten gestohlen, teilte die Polizei weiter mit. Ihm werden Wirtschafts- und Onlinebetrug, Unterschlagung sowie Fälschung vorgeworfen.