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Panorama Gigantische Samen-Bank soll Naturwunder retten

«Sex on the Reef» nennen Fortpflanzungsbiologen die alljährliche Fortpflanzungsperiode der Korallen in Australiens Great Barrier Reef. Das Naturwunder am anderen Ende der Welt ist allerdings massiv bedroht. Forscher haben darum eine Samenbank für gefährdete Korallen aufgebaut.

Flugaufnahme eines leuchtend blauen Korallenriffs im Great Barrier.
Legende: Das grösste Korallenriff der Welt droht unterzugehen. Fortpflanzungstechnik für Menschen soll helfen. Keystone

Es ist der einzige Geschlechtsakt, der vom Weltall aus zu beobachten ist. Wenn die Korallen vor der Küste Queenslands Millionen von Spermien und Eiern ausstossen, leuchtet das Meer in rötlichen Farben.

In den letzten zwei Jahren haben Forscher der Taronga Conservation Society gemeinsam mit verschiedenen Marine-Instituten die zweitgrösste Samenbank der Welt angelegt – nach derjenigen von Menschen. Dabei kam eine Kühlmethode zum Zug, wie sie auch zum Einfrieren menschlichen Erbguts verwendet wird.

Grösster Teil des Riffs ist tot

Mit den eingefrorenen Spermien und Stammzellen sollen dereinst gefährdete Korallen vor dem endgültigen Aussterben bewahrt werden.

Diese Vorsorge macht durchaus Sinn. Denn laut neusten Forschungen sind bereits 72 Prozent des als Naturwunder eingestuften Korallenbestände tot.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    Wow, ein tief fundierter Bericht ... Weshalb an die 72% bereits tot sind, durften wir auch erfahren. Dank der Bilaggebühren ist dieser hervorragende Journalismus à 20 Min. erst möglich !
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    1. Antwort von C. Schenk, Bern, BE
      Sie sprechen mir aus dem Herzen. Selbst hier verkommen die Artikel zu verlängerten Boulevardschlagzeilen. Wäre eigentlich nennenswert, weshalb 72% des größten Ökosystems der Erde bereits tot sind. Aber die irrelevanten Äußerungen unserer Politiker (Links, Rechts und Mitte) scheinen nennenswerter zu sein. Schade eigentlich.
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