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Historische Minustemperaturen Teile der USA und Kanadas zittern vor extremer Kältewelle

Legende: Video Eisige Kälte hat Nordamerika im Griff abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.12.2017.
  • Eine extreme Kältewelle mit eisigen Temperaturen und Rekordschneefällen hat den Norden der USA und weite Teile Kanadas im Griff.
  • In Kanada gaben die Behörden für mehrere Landesteile Warnungen vor Extremkälte aus, dort herrschen Temperaturen zwischen minus 15 und minus 42,8 Grad Celsius.
  • In Cincinnati im US-Staat Ohio erfror ein Obdachloser an einer Bushaltestelle.

Die amerikanischen Behörden rufen dazu auf, Obdachlose und ältere Menschen zu unterstützen. In Boston kursiert ein Minibus, der einen Platz an der Wärme anbietet. Allerdings gibt es Obdachlose, die lieber auf der Strasse bleiben. Ihnen werden warme Kleider, Decken und heisse Getränke verteilt.

In Kanada kämpfen Obdachlosenunterkünfte hingegen mit einem massiven Andrang. Die amerikanischen und kanadischen Gesundheitsbehörden warnten vor den Gefahren der Extrem-Kälte: Ab minus 35 Grad drohten binnen zehn Minuten Erfrierungen an nicht bedeckter Haut.

Kanada: Seit 1993 nicht mehr so kalt

Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) waren die Temperaturen in Geraldton in der kanadischen Provinz Ontario auf minus 40 Grad gefallen. Nach Angaben von Meteorologen war es zuletzt 1993 ähnlich kalt in Ontario und Quebec. Den kanadischen Automobilclub erreichten nach eigenen Angaben tausende Notrufe, allein mehr als 7000 in Quebec. Feuerwehren berichteten von gefrorenem Löschwasser in Schläuchen.

Laut einem Meteorologen liegen die Temperaturen in Kanada derzeit zwischen 10 und 20 Grad Celsius unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Aussergewöhnlich sei zudem die grosse geografische Ausdehnung und lange Dauer der Kältewelle, die noch bis Anfang Januar andauern könnte.

USA: Kochendes Wasser wird zu Schnee

Auch im Norden der USA herrscht eisige Kälte. Im Bundesstaat Minnesota berichteten Einwohner, die Kälte sei so extrem, dass das Atmen schmerze. Der Manager eines Cafés erzählte, er und seine Angestellten hätten einen Topf kochendes Wasser vor die Tür geschüttet, und es sei sofort zu Schnee kristallisiert.

Die Behörden des Staates Pennsylvania riefen wegen extremer Schneefälle den Notstand aus. Seit Anfang des Monats fielen dort insgesamt bereits 245 Zentimeter Schnee – das ist der schneereichste Dezember in der Geschichte der Stadt.

Nur mit Notfallausrüstung auf die Strasse

Bewohner sollten nur in dringenden Fällen vor die Haustür gehen. Die Behörden empfahlen zudem, sich höchstens mit Notfallkoffern mit Abschleppseilen, Taschenlampen, Schaufeln und Fackeln auf die Strasse zu wagen. Die Nationalgarde steht im Einsatz.

Rettungsaktion aus den Schneemassen

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26 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ein einziger grosser Vulkanausbruch und wir haben wieder Eiszeiten . Ich empfehle den Erderwärmungspropheten einmal über die Sonnenaktivitäten der letzten 200 Jahre nach zu sehen sowie die Eiszeitzyklen der letzten 20 000 Jahre, und sie werden sich in Bälde wieder wärmer anziehen . Die Hauptgefahr für die Menschen besteht nicht durch die Erderwärmung, sondern in der Insektenvergiftung durch die Chemieriesen !
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  • Kommentar von Chruti Da Goya (Chruti Da Goya)
    wir hatten gestern früh -26°C und starken Wind, das war fies draussen beim Hundespaziergang, heute sind es -23°C ohne Wind, das ist dann doch gleich wieder viel angenehmer. ;-)
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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Zu den Gewinnern dieser Kältewelle gehören auch Umweltbehörden, NGOs und und andere, die vom Geldsegen des CO2 Ablasshandels leben. Wegen der starken Kälte muss wesentlich mehr Oel, Kohle und Gas verbrannt werden, womit die "Sünder" der Klima-Religion mehr Ablass zahlen müssen. Wofür eigentlich: richtig, für den Kampf gegen die anhaltende Erderwärmung.... Aber halt mal, bei Kältewelle steigen Zahlungen gegen Klimaerwärmung? Wäre in etwa die Logik hinter Pariser Klimaprotokoll.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Am Gscheitesten glaubt man nur noch, was einem in den Kram passt. Dann muss man nicht mehr so kompliziert überlegen;-)
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    2. Antwort von Patrik Müller (P.Müller)
      @Planta: Stimmt genau, denn dann haben wir es genau gleich wie die von der Mode, Politik und dem Geld abhängige Wissenschaft!!
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