ISS: Ammoniak-Leck abgedichtet

Zwei US-Astronauten haben in einem stundenlangen Einsatz im All ein Leck an der Internationalen Raumstation repariert. Noch nie zuvor musste ein Ausseneinsatz so kurzfristig anberaumt werden.

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Reparatur unter erschwerten Umständen (Tagesschau 11.5.2013)

1:17 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 11.5.2013

Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben ihren Ausseneinsatz zur Reparatur heikler Materialschäden erfolgreich beendet. Bei dem fünfeinhalbstündigen Einsatz sei das zuvor entdeckte Ammoniak-Leck im Kühlkreislauf geschlossen worden, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa auf ihrer Webseite mit.

ISS

Bildlegende: Die ISS, aufgenommen 2011 vom Space Shuttle Endeavour aus. Keystone

Der russische ISS-Flugdirektor Wladimir Solowjew hatte den Zwischenfall als «sehr ernsten Schaden» eingestuft. Mit der Reparatur des Schadens waren die beiden US-Astronauten Tom Marshburn und Chris Cassidy betraut. Sie setzten eine neue Pumpe ein.

Astronauten hatten nach Angaben der Nasa zuvor «kleine weisse Flocken» an der ISS entdeckt, was auf den Austritt von Ammoniak zurückgeführt wurde. Nach russischen Angaben trat das Leck am US-Teil der Raumstation auf.

Die Weltraumbehörden der USA und Russlands betonten allerdings, weder die Station noch die sechsköpfige Crew seien in Gefahr gewesen. Laut Experten hatte es einen solch kurzfristig anberaumten Ausseneinsatz nie zuvor gegeben.

Die beiden US-Astronauten und der russische Kosmonaut Roman Romanenko sollen die ISS am Dienstag nach einem sechsmonatigen Aufenthalt wieder verlassen und auf die Erde zurückkehren.