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Panorama Joe Cocker ist verstorben

Der britische Rockmusiker, dessen weltweite, jahrzehntelange Karriere am legendären Woodstock-Festival ihren Anfang fand, verstarb im Alter von 70 Jahren. Er erlag einem langjährigen Krebsleiden. Fans und Musikerkollegen trauern.

Joe Cocker singt
Legende: Joe Cocker 2013 bei einem Schweizer Konzert am Jazz Festival Montreux. Keystone

Eine weitere traurige Nachricht aus der Musikwelt: Nach dem Tod von Udo Jürgens ist nun auch die Rocklegende Joe Cocker verstorben. Er starb im Alter von 70 Jahren. Dies bestätigte das Management und Plattenlabel des Künstlers der Musikredaktion von SRF.

Weltweite Bekanntheit erlangte der Brite mit seinem Auftritt am legendären Woodstock-Festival im Jahr 1969. Dort sang er seinen Kulthit und das Beatles-Cover «With A Little Help From My Friends», mit dem er bereits ein Jahr zuvor auf Platz 1 der britischen Charts gelandet war. Am Festival hatte er mit seiner Performance die Luftgitarre so richtig populär gemacht.

Joe Cocker am Woodstock Festival
Legende: Am Woodstock-Festival 1969 gehörte sein Auftritt zu den Highlights: Joe Cocker. Keystone

Weltweiter Ruhm und Drogenmissbrauch

Der ehemalige Gas-Installateur aus Sheffield bezeichnete Ray Charles und Lonnie Donegan als musikalische Einflüsse. Markenzeichen waren und blieben stets seine raue und doch soulige Stimme sowie die zuckenden Körperbewegungen beim Singen. Lieder wie «You Are So Beautiful», «You Can Leave Your Hat On», «Up Where We Belong» und «N’oubliez Jamais» erlangten über die Jahrzehnte Kultstatus.

In den 70ern tourte Cocker zeitweise ohne Pausen - psychische Probleme und Drogenmissbrauch waren die Folge. So musste er unter anderem während einer Tour in Australien das Land wegen Marihuana-Besitzes innert 48 Stunden verlassen.

Einer der «100 besten Sänger»

Doch in den 80ern erholte er sich und konnte an die früheren Erfolge anknüpfen. Unter anderem arbeitete er mit Künstlern wie Jennifer Warnes, Ray Charles, Pete Townshend, Eric Clapton, Carlos Santana, Jimmy Page und Jeff Beck zusammen.

Nebst Bob Dylan und Barclay James Harvest gehörte der Sänger zu den ersten westlichen Künstlern, die in der DDR auftreten durften.

Cocker wurde vom Musikmagazin Rolling Stone zu einem der «100 besten Sänger aller Zeiten» gekürt. Zuletzt lebte der Sheffielder mit seiner Frau Pam Baker, mit der er seit 1987 verheiratet war, auf einer Ranch in den USA.

Weltweite Anteilnahme

Zum Tod des Jahrhundert-Sängers äusserten sich auch viele Musikerkollegen, nahmen Abschied von Cocker und bekundeten ihren Respekt.

Ringo Starr, Beatles

Josh Groban

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35 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Wenn das Musik ist, ist ein Kuhfladen eine Pizza.
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  • Kommentar von R. Anderegg, Zürich
    Frau Zelger hat nur eine unbequeme Wahrheit auf den Tisch gelegt. Den Fans von Joe Cocker steht es nicht zu Frau Zelger zu beleidigen.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Woodstock? Das war bis heute die grösste öffentlich zelebrierte Alkohol- und Rauschgiftparty aller Zeiten. Dazu passt es, dass ein junger Zuschauer, der nah bei der Tribüne stand, im Drogenrausch von einem erdolcht wurde, der seinen Platz einnehmen wollte. Auch dies gehört wieder einmal erwähnt. Natürlich ist Joe Cocker auch mir ein Begriff, aber die andere Seite ist die, dass gerade Rockmusiker wie er mit den Grundstein zur Rauschgiftwelle gelegt haben, an der wir heute alle tragen.
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    1. Antwort von p.taylor, lugano
      J.Stump ich gebe ihnen recht,derVerkauf von Tonträgern ist auch ein Messinstrument vom Management und nicht nur von Qualität,aber etwas muss man nehmen und nur ihr Musikgeschmack reicht dazu auch nicht. Ich höre übrigens viel kl. Musik, aber ich denke gute Musiker sind gute Musiker, egal welche Sparte Musik sie machen. Gute Musik sollte sich meiner Meinung nach beim Publikum durchsetzen undnicht von staatlichen Subventionen leben, was leider bei kl.Musik zu viel ist.
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